Behelfsbrücke auf B195: Ärger über riesigen Absatz für Radfahrer
Behelfsbrücke auf B195: Ärger über Absatz

Das Fahren auf den Straßen der Republik ist wahrlich nicht immer ein Genuss. Da holpert es hier, da rumpelt es dort. Ein ganz ausgeprägter Ort für einen Stoßdämpfer-Härtetest ist dabei derzeit die B195 bei Wehningen. Dort wurde bereits im Jahr 2025 eine Behelfsbrücke errichtet, die als erster notwendiger Schritt für den Ersatz eines defekten Wehrs dient. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Die Bauarbeiten an dem neuen Wehr finden unter der aktuellen Behelfsbrücke statt, und das gesamte Vorhaben wird noch Jahre in Anspruch nehmen, obwohl die Behelfsbrücke relativ schnell errichtet wurde.

Ärger bei Zweiradfahrern

Diese Verzögerung ist keine gute Nachricht für die Nutzer der Straße. Insbesondere Biker und Rennradfahrer haben sich beschwert, dass zwischen der Brücke und der Straßendecke ein sehr hoher Absatz existiert. Dieser sorgt nicht nur für heftige Schläge auf den Lenker, sondern auch für Angst um die Reifen. Die Betroffenen fordern eine Nachbesserung durch die zuständige Behörde, um die Fahrt sicherer zu machen.

Warum ist der Absatz so hoch?

Auf Nachfrage erklärt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: „Der Absatz im Bereich der Übergänge zum Straßenbestand ist eine notwendige Konstruktion, damit die Behelfsbrücke aus Stahl sich temperaturbedingt in der Länge ausdehnen bzw. zusammenziehen kann. Mit dieser Konstruktion geht eine Geschwindigkeitsbegrenzung einher.“ Zudem weist das Verkehrszeichen „Unebene Fahrbahn“ auf die Übergänge hin. Die Beschilderung wurde von der zuständigen Verkehrsbehörde vor der Verkehrsfreigabe angeordnet und auf Angemessenheit geprüft. Bisher wurden keine Änderungen von Polizei oder Verkehrsbehörde gefordert.

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Geschwindigkeit einhalten

Entgegen den Erfahrungen der Radfahrer, die den Absatz kennen und sehr vorsichtig anfahren, halten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30. Dieses Tempo überrascht viele Ortsunkundige, wenn sie auf die Absätze treffen. Das Problem scheint nicht einfach lösbar zu sein, und Biker, Radler und Co. müssen sich auf eine lange Zeit einstellen. Die Behelfsbrückenkonstruktion wird voraussichtlich bis 2030 in dieser Form bestehen bleiben.

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