Flugbetrieb am BER nach Warnstreik wieder angelaufen
Nach dem ganztägigen Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER ist der Passagier-Flugbetrieb am Donnerstagmorgen wieder angelaufen. Die ersten Flugzeuge hoben gegen 6.00 Uhr in Schönefeld ab, wie aus den Fluginformationen auf der Internetseite des BER hervorgeht. Darunter waren Flüge nach Paris, Catania und Mailand.
Normaler Verkehrstag mit erhöhtem Andrang
Gerechnet wird mit rund 80.000 Passagieren und damit einem normalen Verkehrstag, teilte die Flughafen-Gesellschaft bereits am Mittwochabend mit. Im Tagesverlauf sind etwa 570 Flüge geplant. Die Airlines haben bisher insgesamt 29 zusätzliche Starts und Landungen angesetzt, um Reisende zu befördern, die am Mittwoch wegen des Warnstreiks nicht fliegen konnten.
Passagiere müssen sich auf etwas mehr Andrang einstellen, da der Betrieb nach der Unterbrechung wieder voll anläuft. Die Flughafenbetreiber arbeiten daran, den reibungslosen Ablauf sicherzustellen.
Fast 450 Starts und Landungen ausgefallen
Der Passagier-Betrieb war am Mittwoch aufgrund des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi vollständig lahmgelegt. Fast 450 Starts und Landungen fielen aus, Zehntausende Fluggäste waren von den Ausfällen betroffen. Der Streik legte den Flughafen für einen ganzen Tag still und verursachte erhebliche Unannehmlichkeiten für Reisende.
Hintergrund: Tarifverhandlungen mit Verdi
Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft Verdi den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) erhöhen. Verdi fordert für die rund 2.000 FBB-Beschäftigten unter anderem sechs Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe oder Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 12 Monate betragen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für kommenden Woche Mittwoch angesetzt. Beide Seiten bereiten sich auf intensive Gespräche vor, um eine Einigung zu erzielen und weitere Streiks zu vermeiden. Die Situation bleibt angespannt, da die Gewerkschaft ihre Forderungen als notwendig für faire Arbeitsbedingungen betrachtet.



