Dritte Großbaustelle auf A38 startet: Umfassende Sanierung bei Lützen, Merseburg und Querfurt
Die Sanierungsarbeiten auf der A38 gehen in die nächste Phase: Am kommenden Montag startet die dritte Großbaustelle auf der wichtigen Verkehrsader. Betroffen sind die Bereiche rund um Lützen, Merseburg und Querfurt, wo die Autobahn umfassend saniert wird. Pendler und andere Autofahrer müssen sich daher auf deutlich längere Fahrzeiten und notwendige Umwege einstellen.
Bauarbeiten bei Lützen: Sperrungen und Umleitungen bis Ende April
Bereits seit dem 2. März sind am Autobahnkreuz Rippachtal die Überfahrten von der A9 auf die A38 in Richtung Leipzig gesperrt. Diese Sperrung bleibt voraussichtlich bis Ende April bestehen. In der Hauptbauphase werden zusätzlich die Anschlussstelle Lützen und die Rampe von der A9 aus Richtung Berlin auf die A38 nach Leipzig vorübergehend geschlossen.
Der Verkehr wird über die Anschlussstellen Leipzig-Südwest und das Kreuz Rippachtal umgeleitet. Auf einer Strecke von rund 7,5 Kilometern zwischen der Anschlussstelle Leuna und Leipzig-Südwest wird die Straße erneuert. Zwei Bauwerke werden instand gesetzt, und auch die Beschilderungen sowie Markierungen werden erneuert.
Fahrbahnerneuerung bei Merseburg: 30 Millionen Euro Investition
Ebenfalls im Fokus der Sanierungsarbeiten steht der Abschnitt bei Merseburg. Seit dem 9. März wird die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Bad Lauchstädt und Leuna in Richtung Leipzig instandgesetzt. Die Anschlussstellen Merseburg-Nord und Merseburg-West werden ebenfalls aufgefrischt.
Während der Hauptbauphase wird der Verkehr über eine 2+0-Verkehrsführung in Richtung Göttingen gelegt. Die Anschlussstellen in Merseburg werden zeitweise wechselseitig gesperrt, sodass immer mindestens eine erreichbar bleibt. Sieben Autobahnbrücken und Überführungswerke sowie eine Blendschutzwand werden renoviert.
Dritte Baustelle bei Querfurt: Start am 16. März
Am 16. März beginnt die dritte Baustelle auf der A38 im Bereich Querfurt. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Strecke zwischen Eisleben und Querfurt und sollen bis November 2026 abgeschlossen sein. Die Anschlussstellen sind laut Angaben der Autobahn GmbH nicht betroffen.
Die Arbeiten starten auf der Richtungsfahrbahn Göttingen, mit einem Wechsel in den Sommermonaten. In beiden Fahrtrichtungen steht mindestens ein Fahrstreifen zur Verfügung, um den Verkehr aufrechtzuerhalten. Grund für die Bauarbeiten ist der Untergrund: Die Betonfahrbahn hat sich aufgrund geologischer Besonderheiten angehoben.
Umfassende Sicherheitsmaßnahmen und Kosten
Neben den Fahrbahnerneuerungen werden auch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören die Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesysteme und die Installation einer neuen, digital gesteuerten Windwarnanlage im Bereich der Weitzschkertalbrücke.
Die Gesamtkosten für die Sanierungen belaufen sich laut der Autobahn GmbH auf rund 50,3 Millionen Euro. Die Umleitungen sind sowohl auf der A38 als auch auf den umliegenden Straßen reichlich ausgeschildert. Autofahrer sollten sich auf erhebliche Behinderungen und längere Reisezeiten einstellen, insbesondere während der Hauptbauphasen.



