Dunckerbrücke in Berlin-Prenzlauer Berg ab 1. April voll gesperrt - Neubau bis 2028 geplant
Die Verkehrsverwaltung Berlin hat eine vollständige Sperrung der Dunckerbrücke im Stadtteil Prenzlauer Berg angekündigt. Ab dem 1. April 2026 wird die Brücke für den Verkehr gesperrt, um einen Neubau zu realisieren, der voraussichtlich bis zum dritten Quartal 2028 abgeschlossen sein soll. Diese Maßnahme ist Teil des umfassenden Masterplans Brücken 2025-2040, mit dem die Stadt Berlin insgesamt 175 marode Brücken innerhalb von 15 Jahren ersetzen will.
Sperrung und Umleitung im Detail
Die Sperrung erstreckt sich entlang der Dunckerstraße zwischen der Ahlbecker Straße und der Kanzowstraße. Die Verkehrsverwaltung betont, dass eine ausgeschilderte Umleitung eingerichtet wird, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Trotz der Bauarbeiten bleiben angrenzende Einrichtungen wie Schul- und Wohngebäude sowie der Dunckerclub während der gesamten Bauzeit erreichbar. Die Brücke führt über zwei S-Bahn- und zwei Fernbahngleise, was die logistischen Herausforderungen des Projekts unterstreicht.
Hintergrund: Bauweise und Sicherheitsrisiken
Die Dunckerbrücke wurde im Jahr 1976 erbaut und besteht aus Hennigsdorfer Spannbeton, einer Bauweise, die auch bei der eingestürzten Carolabrücke in Dresden zum Einsatz kam. Bei dieser Konstruktion besteht das Risiko einer Spannungsrisskorrosion, bei der sich durch die Kombination von Spannung und Korrosion plötzlich Risse bilden können. Im schlimmsten Fall, wie in Dresden geschehen, kann dies zu einem Einsturz führen. Die Verkehrsverwaltung begründet den Neubau daher mit Sicherheitserwägungen und der Notwendigkeit, veraltete Infrastruktur zu modernisieren.
Zeitplan und Nutzung während der Bauphase
Laut Planungen der Verwaltung sollen Fußgänger und Radfahrer die neue Brücke bereits im dritten Quartal 2027 nutzen können, sobald der Rohbau steht. Dies wird als schnellstmögliche Maßnahme bezeichnet, um die Mobilität für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Die vollständige Fertigstellung mit Freigabe für alle Verkehrsteilnehmer ist für das dritte Quartal 2028 vorgesehen. Die Verkehrsverwaltung weist darauf hin, dass diese Schritte entscheidend sind, um die langfristige Verkehrssicherheit und Infrastrukturqualität in Berlin zu verbessern.
Insgesamt unterstreicht dieses Projekt die Dringlichkeit, marode Brücken in der Hauptstadt zu ersetzen, und zeigt, wie Berlin mit dem Masterplan Brücken systematisch an der Sanierung seiner Verkehrswege arbeitet. Die Sperrung der Dunckerbrücke markiert dabei einen wichtigen Schritt in diesem langfristigen Vorhaben.



