Fahrradhelm-Kauf: Tipps für die richtige Passform, Sicherheit und Pflege
Fahrradhelm-Kauf: Tipps für Passform, Sicherheit und Pflege

Fahrradhelm-Kauf: Mit Köpfchen zur optimalen Sicherheit

Obwohl nicht gesetzlich vorgeschrieben, kann ein Fahrradhelm bei Unfällen Verletzungen verhindern oder deutlich abmildern. Doch worauf kommt es beim Kauf wirklich an? Der TÜV-Verband hat umfassende Empfehlungen zusammengestellt, die von der richtigen Passform bis zur regelmäßigen Pflege reichen.

Die perfekte Passform: Nicht zu groß und nicht zu klein

Ein Helm kann nur optimal schützen, wenn er korrekt sitzt. Beim Onlinekauf empfiehlt es sich, vorher den Kopfumfang zu messen und entsprechend zu bestellen. Der TÜV-Verband rät jedoch, das Wunschmodell unbedingt anzuprobieren und gegebenenfalls zurückzusenden. Wer im Winter radelt, sollte den Helm mit einer dünnen Mütze testen.

Im Geschäft ist es hilfreich, die eigene Grundgröße zu kennen. Üblicherweise wird diese anhand des Kopfumfangs in Einheiten wie S (52 bis 56 Zentimeter), M (56 bis 58) oder L (58 bis 62) verkauft. Individuell einstellbare Drehrädchen und weiche Polster sorgen für einen perfekten Sitz.

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So messen Sie richtig: Legen Sie ein Maßband etwa einen Zentimeter über den Ohren über Stirn und Hinterkopf. Der Helm muss stets waagerecht auf dem Kopf sitzen. Die seitlichen Riemen sollten ein Dreieck unter dem Ohr bilden, so die Prüfexperten. Der Kinnriemen sollte eng anliegen, aber nicht einschneiden.

Probieren Sie verschiedene Hersteller aus – trotz identischer Größenangaben können Helme unterschiedlich passen. Als Nachweis für einen verlässlichen Schutz nennt der Verband neben der verpflichtenden CE-Kennzeichnung weitere Prüfzeichen wie das GS-Zeichen und das TÜV-Prüfzeichen, die erweiterte Sturztests abdecken. Reflektierende Streifen oder eingebaute Rücklichter erhöhen die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Welcher Helm für welchen Einsatzzweck?

Für Stadtfahrten oder entspannte Touren eignen sich City- und Trekkinghelme mit schlichter Gestaltung. Gute Modelle sind bereits ab etwa 40 Euro erhältlich. Wer abseits befestigter Wege sportlich unterwegs ist, sollte zu speziellen Mountainbike-Helmen greifen. Diese verfügen über eine tiefere Nackenpartie, ein integriertes Visier und starke Belüftung – Preise beginnen bei etwa 60 Euro.

Für den BMX-Sport gibt es robuste Hartschalenhelme. Typische Rennradhelme zeichnen sich durch geringes Gewicht und gute Aerodynamik aus, mit Preisen zwischen 70 und 250 Euro. Sogenannte Hybrid-Helme kombinieren hohe Stabilität mit leichtem Design.

Für Kinder und Jugendliche sind Helme mit zusätzlichen Einstellmöglichkeiten für den Kopfumfang ideal, oft schon ab 20 Euro erhältlich.

Preiswerte Modelle: Nicht immer schlechter

Günstigere Helme bei Discountern oder anderen Anbietern müssen nicht minderwertig sein. Der TÜV-Verband rät jedoch, bei preiswerten Angeboten besonders auf die Verarbeitung zu achten:

  • Lösen sich die Innenpolster?
  • Dreht sich das Verstellrädchen zuverlässig?
  • Ist der Verschluss unter dem Kinn stabil?

Auch bei günstigen Modellen sollten die geltenden Normen eingehalten und Prüfsiegel angegeben sein. Testberichte können zusätzliche Orientierung bieten.

Regelmäßige Kontrolle und Pflege

Behandeln Sie Ihren Helm wie ein Profi: Kontrollieren Sie ihn vor jeder Fahrt. Sitzt er fest? Gibt es sichtbare Risse? Nach einem Sturz sollte der Helm stets ersetzt werden – auch wenn äußerlich keine Schäden erkennbar sind, könnte die innere Struktur beschädigt sein.

Auch ohne Sturz sollte der Helm regelmäßig erneuert werden. Die Häufigkeit hängt von Nutzungs- und Lagerungsbedingungen ab. Anzeichen für einen Austausch sind:

  1. Ausgeleiertes Innenfutter
  2. Brüchige Riemen
  3. Spröde Schale

Schonen Sie das Material, indem Sie den Helm keiner intensiven UV-Strahlung aussetzen. Reinigen Sie das Innenpolster regelmäßig. Als Faustregel empfiehlt der Verband, den Helm nach spätestens fünf Jahren oder entsprechend der Herstellerangabe zu ersetzen.

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