Konsum schließt in Plate: Nahversorger zieht sich zurück
Konsum schließt in Plate: Nahversorger zieht sich zurück

Die automatische Tür surrt, ein Einkaufswagen klappert über die Fliesen, irgendwo piept eine Kasse. Noch läuft alles wie gewohnt im Konsum im Ortskern von Plate. Doch hinter den Kulissen ist längst klar: Die Tage des Marktes an seinem jetzigen Standort sind gezählt. Der Konsum Frische Markt, der vor einigen Jahren den zuvor dort ansässigen Edeka abgelöst hatte, wird seine Pforten schließen. Bis Ende November soll die Filiale im Herzen des Ortes dichtmachen. Ein Umzug in andere Räumlichkeiten im Ort ist nicht vorgesehen. Die Genossenschaft hat klare Pläne, die für die Bewohner von Plate eine herbe Enttäuschung bedeuten.

Konsum verlässt Plate: Kein Umzug geplant

Seit Wochen hielten sich Gerüchte im Ort: Wird der Konsum wieder ausziehen? Die klare Antwort der Genossenschaft lautet Ja. Aber nicht etwa in andere Räumlichkeiten. „Ein Umzug des Konsum-Marktes in Plate ist nicht geplant“, stellt Ralf Bade, Vorstandssprecher der Konsumgenossenschaft Hagenow, unmissverständlich klar. Statt eines Neuanfangs an anderer Stelle steht nur ein Abschied bevor, und der hat einen ganz konkreten Hintergrund. Wie Bade erläutert, hat die Edeka Handelsgesellschaft Nord mit Sitz in Neumünster das Mietverhältnis mit dem Hauptmieter, dem ehemaligen Edeka-Betreiber, zum 30. November gekündigt. Damit endet automatisch auch das Untermietverhältnis der Konsumgenossenschaft. „Eine Verlängerung seitens des Vermieters wurde abgelehnt“, so Ralf Bade. Damit ist der Markt in seiner jetzigen Form nicht mehr zu halten.

Nur noch 14 Filialen: Keine Perspektive für Plate

Die Folge: Spätestens zum 30. November wird der Konsum im Ortskern seine Türen schließen. Für viele Plater ist das mehr als nur das Aus für einen Supermarkt. Es ist ein Stück Alltag, ein vertrauter Ort, an dem man sich begegnet, ein kurzer Plausch zwischen Obstregal und Kasse inklusive. Gerade im Ortskern hinterlässt die Schließung eine Lücke, die sich nicht so leicht schließen lässt. Auch für die Konsumgenossenschaft hat die Entscheidung spürbare Konsequenzen. Mit dem Wegfall des Standortes in Plate reduziert sich die Zahl der Märkte auf insgesamt 14 Filialen. Eine Perspektive für einen neuen Standort im Ort wird derzeit nicht in Aussicht gestellt. Die Genossenschaft konzentriert sich offenbar auf ihre verbleibenden Standorte und sieht in Plate keine Zukunft mehr.

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Was wird aus den Mitarbeitern?

Und was wird aus den Menschen, die hier Tag für Tag arbeiten? Auch darauf gibt es eine klare, wenn auch nicht für alle beruhigende Antwort. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird ein Wechsel in andere Filialen angeboten, erklärt Ralf Bade. „Ob sie dieses Angebot annehmen oder sich beruflich neu orientieren, liegt jedoch bei ihnen selbst“, ergänzt er. Für die Angestellten bedeutet das eine ungewisse Zukunft. Sie müssen sich entscheiden, ob sie den Weg zu einem anderen Konsum-Markt auf sich nehmen oder sich nach einem neuen Job umsehen. Die Schließung des Marktes in Plate ist damit nicht nur ein Verlust für die Nahversorgung im Ort, sondern auch ein Einschnitt für die Belegschaft. Die Gemeinde Plate verliert einen wichtigen Anlaufpunkt, und die Suche nach einer Alternative für die Versorgung der Bevölkerung bleibt vorerst offen.

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