Autofahrer in Rostock müssen sich auf einen neuen Blitzer einstellen. Die Stadtverwaltung hat an der Ernst-Barlach-Straße in der Innenstadt eine Geschwindigkeitsüberwachungsanlage in Betrieb genommen. Sie soll die Einhaltung von Tempo 30 an einer tückischen Abfahrt sicherstellen.
Standort und Funktionsweise
Der Blitzer ist stadteinwärts über den Mühlendamm gut sichtbar. Die Sensoren sind jedoch auf die Gegenfahrbahn ausgerichtet: Verkehrsteilnehmer, die stadtauswärts die Ernst-Barlach-Straße befahren, kommen hier zweispurig bergab. Die Einmündung der Warnowstraße ist erst kurz vor der Ampel zu sehen. Direkt daneben verläuft ein gemeinsamer Geh- und Radweg. Aufgrund dieser unübersichtlichen Situation gilt in diesem Bereich Tempo 30.
Hintergrund: Unfallhäufungsstelle
Bereits im vergangenen Jahr wurde der Geh- und Radweg durch Verkehrsbügel baulich von der Fahrbahn getrennt. Die neue Blitzeranlage ist ein weiterer Schritt, um die Gefahrenstelle zu entschärfen. Laut Stadtverwaltung handelt es sich um eine Unfallhäufungsstelle, insbesondere durch Auffahrunfälle in der Kurve und vor dem Abbiegen in die Warnowstraße. In den vergangenen fünf Jahren ereigneten sich hier 17 Unfälle.
Investition und Flexibilität
Die Stadtverwaltung Rostock hat einen sechsstelligen Betrag in die neue Anlage investiert. Bei Bedarf kann der Blitzer an einen anderen Standort versetzt werden. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen, die Verkehrssicherheit in der Innenstadt zu erhöhen.



