Die Ludwigsluster Stadtvertretung hat eine Entscheidung getroffen, die das Stadtbild maßgeblich verändern könnte. Hinter dem etwas sperrigen Namen „BPLAN LU 37 Wohnquartier BGM-Brandenburg-Straße / Helene-Von-Bülow-Straße“ verbirgt sich ein großes Baugebiet, in dem künftig zahlreicher neuer Wohnraum entstehen könnte.
Bürgermeister wirbt für langfristige Planung
Bürgermeister Stefan Pinnow warb in der Stadtvertretersitzung für das Vorhaben: Man müsse beim Wohnen weiterdenken, nicht nur in zwei oder drei Jahren, sondern über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren. Die Stadtvertreter folgten dieser Einschätzung und beschlossen die Planungen mit großer Mehrheit.
Wohnquartier auf Brachfläche: Stadt reagiert auf hohe Nachfrage
Nach den Plänen könnte ein Wohnquartier auf einer derzeit ungenutzten Brachfläche auf dem früheren Garnisionsgelände in zentrumsnaher Lage entstehen – unweit des Zukunftszentrums des Landkreises Ludwigslust-Parchim (Develup) und nahe des großen Quartiers der Volkssolidarität. Die Stadt und die großen Wohnungsunternehmen haben die Idee zuvor gemeinsam entwickelt, denn der Bedarf an Wohnungen in Ludwigslust sei hoch. Sehr hoch sogar, wenn es nach den Anfragen geht, die Stadt und Vermieter erreichen.
Neues Quartier: Wohnungen, Grünflächen, Tiefgaragen
Wie genau das neue Viertel aussehen wird, ist noch offen. Klar ist nur der grobe Rahmen: Nach Beschlussangaben sollen Mehrfamilien- und Reihenhäuser entstehen, dazu Grünflächen und eine innere Erschließung mit Straßen. Parkplätze sollen möglichst in Tiefgaragen untergebracht werden.
Die Flächen gehören größtenteils der Stadt, ein Teil bereits einer Wohnungsbaugenossenschaft. Nach Abschluss der Planung sollen die städtischen Grundstücke bevorzugt den beteiligten Wohnungsunternehmen angeboten werden, heißt es weiter.
Weitere Untersuchungen und Schutzmaßnahmen
Im weiteren baurechtlichen Verfahren müssen noch viele Fragen geklärt werden. So stehen Untersuchungen etwa zum Lärm durch Verkehr und Gewerbe oder zur möglichen Staubentwicklung an. Entsprechend sollen Schutzmaßnahmen festgelegt werden.
Bau des Wohnquartiers in Etappen geplant
Das neue Quartier soll nicht auf einmal entstehen, sondern in mehreren Abschnitten. Zuerst will die Wohnungsbaugenossenschaft im Norden bauen, anschließend die städtische Wohnungsgesellschaft „VeWoBa“ auf ihren Flächen. Zum Schluss wären die südlichen Flächen dran. Die städtebauliche Entwicklung des ehemaligen Garnisonsgeländes wird damit vorerst beendet. Aktuell fehlt es den großen Wohnungsgesellschaften unter anderem an finanziellen Spielräumen, um derartige Großprojekte schnell in Angriff nehmen zu können.



