Osterreise mit dem Auto: So kommen Sie entspannt und kostengünstig ans Ziel
Das bevorstehende Osterwochenende bringt traditionell erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den norddeutschen Straßen mit sich. Neben der Staugefahr belasten aktuell hohe Spritpreise viele Autofahrer. Doch mit gezielten Vorbereitungen und der richtigen Einstellung lassen sich sowohl Kosten als auch Stress deutlich reduzieren, wie ein Rostocker Fachmann erklärt.
Vorbereitung ist der halbe Spritersparnis
Markus Nack, Leiter der TÜV Station Rostock Bentwisch, betont, dass effektives Spritsparen bereits vor Fahrtantritt beginnt. „Jedes zusätzliche Kilo im Fahrzeug wirkt sich direkt auf den Verbrauch aus“, so der Experte. Bereits 100 Kilogramm Zusatzgepäck können den Verbrauch um bis zu 0,3 Liter pro 100 Kilometer erhöhen.
Seine konkreten Empfehlungen:
- Nicht benötigtes Zubehör wie Dachgepäckträger vor der Reise abmontieren
- Bei Wohnmobilen Wasser- und Toilettentanks erst am Urlaubsort vollständig füllen
- Schwere Vorräte wie Konserven oder Glasflaschen besser vor Ort kaufen
- Reifendruck vor Abfahrt kontrollieren – zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand und damit den Verbrauch
Clever tanken und planen
Beim Tanken kann der Biokraftstoff E10 eine günstigere Alternative zu Super E5 darstellen, sofern das Fahrzeug dafür freigegeben ist. „Grundsätzlich sollte man die Freigabe beim Fahrzeughersteller prüfen“, rät Nack. Zudem lohnt sich die Planung von Tankstopps: Abseits der Autobahnen, beispielsweise an Autohöfen, ist Kraftstoff häufig preiswerter.
Gelassen durch den Osterverkehr
Neben den finanziellen Aspekten widmet sich der Experte auch der psychologischen Komponente des Reisens. Die anonyme Situation im Fahrzeug begünstige laut Nack das Ausleben von Aggressionen. Feindselige Gedanken gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern seien ein Warnsignal.
Seine Strategien gegen die „Aggressionsfalle“ im Cockpit:
- Zeitpuffer einplanen und Stoßzeiten möglichst vermeiden
- Entspannende Musik oder Hörbücher während der Fahrt
- Regelmäßige Pausen einlegen
- Vorausschauend und gleichmäßig fahren
„Wichtig ist, dass wir dem Ärger nicht das Steuer überlassen“, betont Nack. Wer vorbereitet starte und ruhig fahre, komme nicht nur entspannter ans Ziel, sondern spare durch einen gleichmäßigen Fahrstil zusätzlich Kraftstoff.
Staugefahr an A20 und Küstenrouten
Menno Gebhardt vom ADAC warnt vor besonders starkem Reiseverkehr am Gründonnerstagnachmittag (2. April) sowie am Karfreitagvormittag. Am Ostermontag sei zudem mit erheblichen Verzögerungen im Zuge der Rückreisewelle zu rechnen.
In Mecklenburg-Vorpommern könne dies vor allem in den Regionen rund um Rostock, Rügen und Usedom zu vollen Straßen und Staus führen. Besonders betroffen sei die A20. Der ADAC empfiehlt:
- Nach Möglichkeit außerhalb der Hauptreisezeiten starten
- Alternative Verkehrsmittel in Betracht ziehen
- Für flexible Reisende: Auf frühe Morgenstunden oder späten Abend ausweichen
- Aktuelle Verkehrsmeldungen vor Fahrtantritt prüfen
Mit diesen Vorbereitungen und der richtigen Einstellung lässt sich die Osterreise deutlich angenehmer und kostengünstiger gestalten – selbst bei erhöhtem Verkehrsaufkommen im Norden Deutschlands.



