Im Eichenweg in Granzow, einem Ortsteil von Mirow, wurde ein Mehrfamilienhaus aus DDR-Zeiten grundlegend saniert. Die zwölf Mietparteien freuen sich über Balkon, Wärmepumpe und Solaranlage. Doch der Ärger ist groß: Es gibt zu wenige Parkplätze.
Post vom Ordnungsamt
Hans-Peter Renger, einer der neuen Mieter, berichtet: „Wir haben unser Auto auf der Fläche gegenüber vom Haus abgestellt und prompt Post vom Ordnungsamt bekommen.“ Auch Dieter Rommerskirchen erhielt eine ähnliche Mitteilung. Die Stadt Mirow klärte sie auf, dass weder Parken noch das Aufstellen einer Reservierung auf dieser Fläche erlaubt sind.
Vor dem Haus gibt es nur sechs Stellplätze längs der Straße. Ursprünglich waren Parkflächen quer zur Straße geplant, was zwölf Plätze ermöglicht hätte. Doch weil die Autos dann zu weit in die Fahrbahn ragen, wurde die Zahl reduziert.
Wohnungen ohne Parkplatz vermietet
Die Wohnungen wurden ohne Parkplätze vermietet. Vermieter Christian Otto Limburg, der in Granzow über 200 Ferien- und Wohnhäuser verwaltet, wollte das Problem lösen. „Ich habe Wochen vor Fertigstellung bei der Stadt angefragt, ob ich die Fläche vor dem Haus als Parkplatz nutzen kann. Bis heute kam keine Antwort“, sagt er.
Auf Nachfrage des Nordkuriers teilte das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte mit: „Herr Dr. Limburg versucht seit Jahren, das gegenüberliegende städtische Grundstück am Eichenweg 13/13 a als Parkfläche zu nutzen. Im Jahr 2025 hat er ohne Abstimmung massive Abgrabungen vorgenommen, die untersagt wurden. Derzeit wird die Fläche erneut widerrechtlich genutzt.“ Das Ordnungsamt habe die Mieter auf die rechtswidrige Nutzung hingewiesen.
Garten zum Parkplatz machen?
Limburg schlug der Stadt Lösungen vor, erhielt aber den Hinweis, dass ausreichend Parkplätze in der Seestraße zur Verfügung stünden oder er die Fläche hinter dem Haus als Parkplatz herrichten könne. „Ich reiße doch keinen Garten auf und pflastere ihn zu, wenn vor dem Haus genug Platz ist“, sagt er empört. Er bot einen Flächentausch an: „Uns gehört ein Teil der Fläche, auf der die städtischen Garagen am Eichenweg stehen. Das habe ich der Stadt signalisiert und hoffe auf Entgegenkommen.“
Wenig Verständnis für Vorschläge
Die Mieter zeigen wenig Verständnis für die Vorschläge der Stadt. „Wenn die Stadt auf der Fläche gegenüber Parkplätze herrichtet, würde ich 30 Euro im Monat für einen Stellplatz zahlen“, sagt Hans-Peter Renger. Dieter Rommerskirchen stimmt ihm zu. Die Parkplatzsituation bleibt vorerst ungelöst.



