Dramatischer Vorfall im Cockpit: Gelöstes Display trifft Kapitän am Kopf
Während eines Starts in Las Vegas ereignete sich auf einem Flug der amerikanischen Fluggesellschaft Southwest Airlines ein beunruhigender Zwischenfall. Das Head-up-Display auf der Kapitänsseite löste sich plötzlich aus seiner Halterung und traf den Piloten mit voller Wucht am Kopf.
Notlandung nach Bewusstlosigkeit und Erbrechen
Der Flug WN568, eine Boeing 737-700, hatte am 19. April von Las Vegas mit dem Ziel Reno in Nevada abgehoben. Mitten im Steigflug meldete der erste Offizier über Funk an den Tower, dass der Kapitän von dem gelösten Display getroffen worden war und bewusstlos geworden sei. „Er fing an zu Kotzen“, berichtete der Co-Pilot später in der Funkkommunikation. Der Erste Offizier erklärte weiter: „Das Ding ist riesig, kam runter, hat ihm auf den Kopf geknallt, ihm sind ein paar Sterne vor den Augen geglitten, und er hat angefangen zu kotzen.“
Sofortige Umkehr und sichere Landung
Der Erste Offizier reagierte umgehend und erklärte den Notfall. Die Maschine drehte um und kehrte zum Harry Reid International Airport in Las Vegas zurück. Nur etwa 17 Minuten nach dem Start setzte die Boeing 737-700 sicher auf der Startbahn 26L auf. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten das Flugzeug unverletzt verlassen.
Der verletzte Kapitän wurde mit einem Rollstuhl aus der Maschine gebracht und zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus transportiert. Nach rund 90 Minuten am Boden konnte das Flugzeug mit einem Ersatzkapitän den Flug nach Reno fortsetzen und erreichte sein Ziel mit einer Verspätung von etwa zwei Stunden.
Technische Untersuchung eingeleitet
Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit der Head-up-Display-Halterungen in Flugzeugen auf. Southwest Airlines und die zuständigen Luftfahrtbehörden haben vermutlich Untersuchungen eingeleitet, um die genaue Ursache des technischen Versagens zu ermitteln. Solche Vorfälle sind äußerst selten, unterstreichen jedoch die Bedeutung regelmäßiger Wartungs- und Sicherheitsüberprüfungen in der Luftfahrtindustrie.
Die schnelle Reaktion des Ersten Offiziers und die professionelle Handhabung der Notfallsituation verhinderten Schlimmeres und ermöglichten eine sichere Rückkehr aller Beteiligten.



