Rätselhafter Ferrari-Crash auf der Autobahn A1 bei Lenzburg
Ein spektakulärer Unfall ereignete sich am frühen Mittwochmorgen auf der Autobahn A1 in der Schweiz. Ein roter Ferrari F12 Berlinetta mit 740 PS kam aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und landete schwer beschädigt in einer Böschung. Der Fahrer, ein 57-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Kanton Aargau, flüchtete zunächst vom Unfallort und konnte erst später von der Polizei zu Hause angetroffen werden.
Unfallhergang und Ermittlungen
Gegen 5.30 Uhr meldete ein Autofahrer der Polizei, dass neben der Fahrbahn in Richtung Bern ein Sportwagen stehe. Als die Streife eintraf, bot sich ein Bild der Verwüstung: Der Ferrari war von der Fahrbahn gerutscht, hatte einen Wildschutzzaun auf einer Länge von rund 50 Metern niedergewalzt und war im Graben zum Stillstand gekommen. Vom Fahrer fehlte zunächst jede Spur. Die Polizei leitete umgehend Fahndungsmaßnahmen ein.
Erst später trafen die Beamten am Wohnort des Fahrzeughalters auf den 57-Jährigen. Er war unverletzt, machte aber von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Warum es zu dem Crash kam, ist völlig offen. Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau erklärte: „Weshalb der Automobilist auf dem nicht anspruchsvollen Autobahnabschnitt rechts von der Fahrbahn abgekommen war, ist derzeit unklar.“ Auch zur Frage, warum der Fahrer den Unfallort verlassen hat, gibt es keine Antworten. Die Ermittler gehen derzeit von einem Alleinunfall aus.
Folgen für den Fahrer und Schadenshöhe
Der 57-Jährige musste eine Blut- und Urinprobe abgeben. Das Ergebnis der Analyse wird erst in einigen Tagen vorliegen. Vorläufig wurde ihm der Führerschein entzogen. Der Sachschaden ist erheblich: Neben dem Ferrari, der laut Polizei stark beschädigt ist, wurde auch der Wildschutzzaun auf einer Länge von gut 50 Metern zerstört. Die Höhe des Gesamtschadens ist noch unklar. Der Neupreis des Sportwagens liegt bei rund 270.000 Euro.
Bergung und Verkehrsbehinderungen
Für die Bergung des Wracks musste die Autobahn zeitweise eingeschränkt werden. Der rechte Fahrstreifen war bis 7.30 Uhr gesperrt. Zudem rückte der Schweizer Nationalstraßenunterhalt an, um den Zaun provisorisch zu reparieren. Die Polizei bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich zu melden.



