Tankfüllungen sparen: So lagern Autofahrer legal bis zu 200 Liter Diesel
Tankfüllungen sparen: 200 Liter Diesel legal lagern

Legale Kraftstofflagerung: So sparen Autofahrer bis zu 40 Euro

Wer aktuell zur Tankstelle fährt, muss tief in die Tasche greifen: Preise von 2,20 Euro für den Liter Benzin oder Diesel sind keine Seltenheit mehr. Nur im März 2022 war das Tanken teurer. Grund für den Preisschock ist der Iran-Krieg – und vielfach auch Abzocke mancher Spritkonzerne. Eine Besserung ist nicht in Sicht, auch wenn die Bundesregierung anstrebt, dass Benzinpreise nur noch einmal pro Tag erhöht werden dürfen.

Gesetzliche Regeln für die Kraftstofflagerung

Tatsächlich lohnt es sich, Benzin oder Diesel einzulagern. Grundsätzlich erlaubt der Gesetzgeber zwei Aufbewahrungsorte: Eine Garage bis zu 100 Quadratmetern und einen Keller. Voraussetzung: Die Kanister, in denen der Sprit gebunkert wird, müssen fest verschließbar, dicht und bruchsicher sein (UN- oder RKK-Zulassung).

Wer sein Fahrzeug mit Diesel betreibt, profitiert besonders: Je nach Bundesland dürfen bis zu 200 Liter zuhause eingelagert werden. Das entspricht in der Regel drei Tankfüllungen. Für die Lagerung von Benzin in Garagen gilt, dass man maximal 20 Liter Benzin in Räumen von bis zu 100 Quadratmetern lagern darf. Größere Mengen werden mit Bußgeldern bis zu 5000 Euro geahndet.

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Rechenbeispiel: 40 Euro Ersparnis möglich

Der Durchschnittspreis für einen Liter Diesel liegt aktuell bei 2,10 Euro (Stand: 11.03.2026). Wer bei einer Freien Tankstelle zwischen 19 und 22 Uhr tankt, zahlt 1,90 Euro im Schnitt. Heißt: 40 Euro Ersparnis bei 200 Litern auf Halde. Man darf deutlich weniger Benzin als Diesel bunkern, denn Diesel ist viel weniger entzündlich. Aber: Wer Benzin in einer Garage und einem Keller lagern kann, erhöht die erlaubte Menge zumindest auf 40 Liter.

Wichtige Grenzen und Auslandsregeln

In Deutschland darf in Privatfahrzeugen die Gesamtmenge von 60 Liter je Reservebehälter und 240 Liter je Beförderungseinheit nicht überschritten werden. Beförderungseinheit ist ein Fachbegriff aus der Gefahrgut-Branche: Es meint ein Fahrzeug mit oder ohne Anhänger.

Wer ins Ausland fährt, um als Tanktourist günstig Sprit zu besorgen, muss jedoch strengere Regeln für den Import von Kraftstoff beachten: Erlaubt ist maximal die Mitnahme von bis zu 20 Liter Sprit im Reservekanister. Das hat steuerrechtliche Gründe: Wer mehr Diesel oder Benzin einführt, macht sich möglicherweise der Steuerhinterziehung schuldig. In Österreich und Tschechien sind nur zehn Liter als Reserve außerhalb des Tanks erlaubt.

ADAC-Tipps für spritsparendes Fahren

Der ADAC teilt derweil mit: Autofahrer können grundsätzlich bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen. Der Automobilklub gibt hierzu folgende zehn wertvolle Tipps:

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  1. Optimieren Sie Ihre Fahrweise: Beschleunigen Sie flott, schalten Sie rechtzeitig hoch (bei einer Drehzahl von ca. 2000 U/min) und behalten Sie mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit bei.
  2. Fahren Sie vorausschauend: Bremsen vergeudet Energie. Nutzen Sie daher so lange wie möglich die Motorbremswirkung.
  3. Vermeiden Sie kurze Strecken: Bei kaltem Motor verbraucht ein Auto am meisten Sprit. Steigen Sie bei Kurzstrecken daher lieber aufs Fahrrad um.
  4. Schalten Sie im Leerlauf den Motor aus: Sobald der Motor läuft, verbraucht er Kraftstoff – auch wenn das Fahrzeug nicht fährt (etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde).
  5. Schalten Sie unnötige elektrische Verbraucher aus: Elektrische Geräte im Auto beziehen ihre Energie aus dem Bordnetz und kosten Sprit.
  6. Reduzieren Sie die Ladung und damit das Gesamtgewicht: Jedes Stück mehr im Auto bedeutet mehr Gewicht und kostet Kraftstoff.
  7. Nutzen Sie Energiesparreifen: Mit optimierten Reifen können Sie bis zu 0,5 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer sparen.
  8. Achten Sie auf den richtigen Luftdruck: Zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Verbrauch Ihres Autos.
  9. Achten Sie auf regelmäßige Wartung: Geben Sie ihr Fahrzeug regelmäßig zur Inspektion, da Ersatzteile wie Motorluftfilter relevant für den Kraftstoffverbrauch sind.
  10. Orientieren Sie sich an der Richtgeschwindigkeit: Durch eine dem Verkehrsfluss angepasste, möglichst konstante Geschwindigkeit können Sie den Kraftstoffverbrauch senken.

Diese Maßnahmen helfen nicht nur, Geld zu sparen, sondern schonen auch die Umwelt und erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr.