Templin: Brückenbauprojekte an B109 und L23 verzögern sich erneut
Templin: Brückenbauprojekte verzögern sich erneut

Templin muss weiter auf Brückenneubauten warten

Die Stadt Templin in der Uckermark sieht sich erneut mit Verzögerungen bei wichtigen Straßenbauprojekten konfrontiert. Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesstraßen rutschen geplante Baumaßnahmen weiter nach hinten, darunter mehrere dringend benötigte Brücken-Ersatzbauten.

L23-Deckenerneuerung auf Sommer 2026 verschoben

Fachbereichsleiterin Silke Gisder informierte in der jüngsten Bauausschusssitzung über die aktuellen Entwicklungen. Die geplante Deckenerneuerung auf der Landesstraße 23 zwischen Ahrensdorf und dem Knotenpunkt mit der Bundesstraße 109 wurde auf den Sommer 2026 verschoben. Dorothée Lorenz vom Landesbetrieb Straßenwesen bestätigte, dass derzeit noch Abstimmungen laufen und erst danach konkrete Bautermine genannt werden können.

Brückenneubau am Schulzenfließ verzögert sich

Besonders kritisch ist die Situation an der Bundesstraße 109, wo der Ersatzneubau der Brücke über das Schulzenfließ zwischen Vogelsang und Hammelspring betroffen ist. Der Baubeginn wird sich voraussichtlich bis Juli 2026 verzögern, wie im Bauausschuss mitgeteilt wurde. Der Landesbetrieb für Straßenwesen bestätigte diese Information am vergangenen Freitag.

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Allerdings gibt es auch positive Entwicklungen: Bereits 2025 wurde im Bereich der B109 zwischen Vogelsang und Hammelspring ein Geh- und Radweg auf etwa 300 Metern Länge fertiggestellt. Aktuell finden Spezialtiefbauarbeiten zur Bodenverbesserung statt, die voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen sein werden.

Fährkrugbrücke: Baubeginn erst 2027

Ein weiteres Sorgenkind ist die Fährkrugbrücke an der B109. Seit 2020 dürfen Fahrzeuge die aufgrund von Bauschäden marode Brücke nur noch wechselseitig in einer Spur befahren. Der Ersatzneubau wurde mittlerweile auf das Jahr 2027 verschoben, wie Gisder berichtete.

Maximilian Bierig vom Landesbetrieb für Straßenwesen präzisierte: „Die bauvorbereitenden Maßnahmen beginnen voraussichtlich im vierten Quartal 2026, der eigentliche Baubeginn liegt nach jetzigem Stand im dritten Quartal 2027.“ Für dieses Projekt muss mit einer Bauzeit von drei bis vier Jahren gerechnet werden.

Kommune fordert bessere Kommunikation

Fachbereichsleiterin Gisder äußerte im Bauausschuss deutliche Kritik an der Informationspolitik. Sie wünscht sich, dass der Landesbetrieb die betroffenen Kommunen proaktiv und zeitnah über Terminverschiebungen informiert. Die Bauvorbereitung für den Ersatzneubau der Brücke am Schulzenfließ hat bereits vor über einem Jahr begonnen, doch konkrete Fortschritte lassen weiter auf sich warten.

Die Pressesprecherin des Landesbetriebs konkretisierte den weiteren Ablauf: Nach Abschluss der Bodenverbesserungsarbeiten stehen der Abriss und Neubau der Brücke sowie die Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Vogelsang und Hammelspring im dritten Bauabschnitt ab Herbst 2026 an – dann unter Vollsperrung der Strecke.

Bierig wies jedoch darauf hin, dass alle Angaben aufgrund verschiedener Faktoren unter Vorbehalt stehen und es zu weiteren Verzögerungen kommen könnte. Für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer in Templin bedeutet dies weiteres Warten auf dringend benötigte Infrastrukturverbesserungen.

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