Teterow: Neuer Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof soll endlich 2026 starten
Teterow: Bau des neuen Busbahnhofs soll 2026 starten

Teterow: Neuer Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof soll endlich 2026 starten

Nach acht Jahren des Wartens und Planens könnte das lang ersehnte Verkehrsprojekt in Teterow nun endlich Realität werden. Die Stadtverwaltung kündigte an, dass die Bauarbeiten für einen neuen Verkehrsverknüpfungspunkt am Bahnhofsgelände noch in diesem Jahr beginnen sollen. Dieses ambitionierte Vorhaben zielt darauf ab, den öffentlichen Personennahverkehr in der Bergringstadt grundlegend zu verbessern und die Mobilität für Bürger und Pendler deutlich zu steigern.

Ein Projekt mit langer Vorgeschichte

Seit 2018 versucht die Stadt Teterow erfolglos, ihren Busbahnhof zum Bahnhofsgelände zu verlagern. Zahlreiche Hürden, darunter abgelehnte Förderanträge und sich ändernde Förderbedingungen, haben das Projekt immer wieder verzögert. Bauamtsleiter Hendrik Ackermann betonte jedoch nun, dass die Stadt die Planungen kontinuierlich vorangetrieben habe und nun bereit sei, mit der Umsetzung zu beginnen. „Wir sprechen hier von einem Verkehrsverknüpfungspunkt, der den Umstieg zwischen Bus und Bahn revolutionieren wird“, so Ackermann.

Umfangreiche Infrastruktur geplant

Die Pläne für den neuen Knotenpunkt sind beeindruckend und umfassen:

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  • Drei feste Stellplätze für Linienbusse
  • Eine flexible Station für Schienenersatzverkehr
  • 68 Pkw-Stellplätze mit integrierter Ladeinfrastruktur
  • Eine überdachte Fahrradabstellanlage für 34 Räder
  • Zwei abschließbare Fahrradboxen und sechs Schließfächer mit Lademöglichkeiten

Bürgermeister Andreas Lange kündigte zudem an, dass zunächst fünf Ladesäulen für Elektroautos errichtet werden sollen. Durch die Verlegung von Leerrohren bleibt die Option offen, bei steigendem Bedarf weitere Ladepunkte nachzurüsten. Besonders bemerkenswert ist die geplante Ladeoption für E-Bikes, die den umweltfreundlichen Verkehr zusätzlich fördern soll.

Finanzierung und Herausforderungen

Das Gesamtprojekt ist mit Kosten von rund 3,16 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung setzt sich wie folgt zusammen:

  1. Etwa zwei Millionen Euro aus Fördermitteln
  2. Rund eine Million Euro Eigenanteil der Stadt Teterow

Der endgültige Förderbescheid steht zwar noch aus, doch die Stadt zeigt sich zuversichtlich, dass die Mittel bewilligt werden. Stadtvertreterin Sigrun Maibohm (UTF) wies in einer Sitzung des Bau-Ausschusses auf ein akutes Problem hin: „Der Radweg vor dem Bahnhofsgebäude ist kaum ausgeschildert und wird häufig von Pkw zugeparkt.“ Diese Missstände sollen bei der Neuordnung der Parkflächen konsequent beseitigt werden.

Positive Auswirkungen auf die Region

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung wird der neue Verkehrsknotenpunkt die Anbindung des Schienenpersonennahverkehrs an den öffentlichen Busverkehr in Teterow erheblich verbessern. Mehrere lokale Unternehmen hatten seit Langem auf eine bessere Abstimmung der Verkehrsangebote gedrängt, da dies die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes erhöhen würde. Zudem hofft Teterow weiterhin auf eine direkte Schienenverbindung von Rostock über Lalendorf in die Bergringstadt, was den neuen Knotenpunkt zusätzlich aufwerten würde.

Für die Bürger bedeutet das Projekt konkret: kürzere Umsteigezeiten, verbesserte Parkmöglichkeiten und eine modernisierte Infrastruktur für nachhaltige Mobilität. Nach Jahren der Verzögerungen könnte 2026 somit das Jahr werden, in dem Teterows Verkehrswende endlich Fahrt aufnimmt.

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