Schwerer Unfall bei Lüssow: Helferin wird beim Helfen schwer verletzt - Alkoholisiertes Fahren als Ursache
Unfall bei Lüssow: Helferin schwer verletzt - Alkohol im Spiel

Schwerer Verkehrsunfall bei Lüssow: Helferin wird beim Helfen schwer verletzt

Lüssow im Landkreis Rostock - Ein tragischer Verkehrsunfall mit sieben Verletzten hat sich am Abend des 1. April auf der L14 bei Lüssow ereignet. Die besondere Tragik: Eine Autofahrerin, die einem gestürzten Radfahrer helfen wollte, wurde dabei selbst schwer verletzt.

Hilfsbereitschaft endet im Krankenhaus

Gegen 18.30 Uhr hielt eine 42-jährige Autofahrerin ihren Hyundai mit Warnblinker etwa 200 Meter vor dem Ortseingang Lüssow am rechten Fahrbahnrand an. Ihr Ziel war edel: Sie hatte einen 74-jährigen Radfahrer bemerkt, der nach einem Sturz im Straßengraben lag und wollte ihm helfen. Doch diese Hilfsbereitschaft sollte für sie schlimme Folgen haben.

Ein nachfolgender VW-Fahrer, ein 32-Jähriger, übersah den stehenden Hyundai und kollidierte mit voller Wucht mit dem Fahrzeug. Der Aufprall war so heftig, dass die 42-jährige Helferin schwer verletzt wurde. Die Lage war so ernst, dass ein Rettungshubschrauber alarmiert werden musste, der die Frau in eine Rostocker Klinik brachte.

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Sieben Verletzte - darunter vier Kinder

Die Bilanz des Unfalls ist erschütternd:

  • Die 42-jährige Helferin erlitt schwere Verletzungen
  • Ihr neunjähriger Sohn, der im Auto saß, wurde leicht verletzt
  • Der 32-jährige VW-Fahrer und seine 34-jährige Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen
  • Drei Kinder im VW (fünf Monate, drei und sechs Jahre alt) wurden ebenfalls leicht verletzt
  • Der ursprünglich gestürzte 74-jährige Radfahrer kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus

Insgesamt mussten sieben Personen in Krankenhäuser nach Güstrow und Rostock gebracht werden. Der Radfahrer wurde im KMG Klinikum Güstrow behandelt.

Alkohol und fehlende Fahrerlaubnis als Ursache

Bei der Verkehrsunfallaufnahme stellte die Polizei erschreckende Details fest. Der 32-jährige Unfallverursacher, der aus Georgien stammt, stand unter dem Einfluss berauschender Mittel. „Der Mann wies einen Atemalkoholwert von 1,86 Promille auf“, so Polizeisprecherin Diana Schmicker. „Auch eine Beeinflussung durch weitere Substanzen konnte vor Ort nicht ausgeschlossen werden.“

Noch gravierender: Der Mann besaß keine erforderliche Fahrerlaubnis. Zur weiteren Untersuchung wurde bei ihm eine Blutprobe entnommen. Die Polizei geht von einer klaren Schuld des VW-Fahrers aus.

Erhebliche Folgen für Verkehr und Fahrzeuge

Die Folgen des Unfalls waren weitreichend:

  • Beide Fahrzeuge wurden so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt werden mussten
  • Die L14 war während der polizeilichen Maßnahmen teilweise gesperrt
  • Erst gegen 22 Uhr konnte die Fahrbahn wieder vollständig freigegeben werden
  • Der Sachschaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt

Zur Klärung des genauen Unfallgeschehens wurde ein Sachverständiger der DEKRA am Unfallort hinzugezogen. Die Ermittlungen dauern an, doch bereits jetzt steht fest: Alkohol am Steuer und fehlende Fahrerlaubnis haben zu diesem schweren Unfall mit sieben Verletzten geführt.

Die Geschichte dieser Hilfsbereitschaft, die in einer Tragödie endete, zeigt einmal mehr die Gefahren von Alkohol am Steuer. Eine Frau, die nur helfen wollte, liegt nun schwer verletzt im Krankenhaus - wegen der Fahrlässigkeit eines alkoholisierten Fahrers ohne Führerschein.

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