Evenepoel bleibt bei ursprünglichem Plan: Kein Start bei Paris-Roubaix
Der belgische Radsportstar Remco Evenepoel wird am kommenden Sonntag nicht beim berühmten Kopfsteinpflaster-Klassiker Paris-Roubaix an den Start gehen. Dies bestätigte sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe am Montag in einer offiziellen Stellungnahme. Der 26-jährige Zeitfahr-Weltmeister hält damit an seinen ursprünglichen Plänen fest und wird sich stattdessen vollständig auf die Vorbereitung für Lüttich–Bastogne–Lüttich konzentrieren, das am 27. April stattfindet.
Fokus liegt klar auf den Ardennen
Nach seinem beeindruckenden dritten Platz bei der Flandern-Rundfahrt am vergangenen Wochenende hatte Evenepoel zwar einen möglichen Start bei Paris-Roubaix angedeutet, doch das Team entschied sich anders. „Remco wird sich wie geplant auf die Ardennen konzentrieren“, erklärte ein Teamsprecher gegenüber dem belgischen Fernsehsender Sporza. „Nach seinem starken Debüt bei der Flandern-Rundfahrt ist Paris–Roubaix ein Ziel, das wir in den kommenden Jahren gemeinsam in Betracht ziehen können. Aber im Moment halten wir an unserem Plan fest.“
Evenepoel strebt dritten Sieg in Lüttich-Bastogne-Lüttich an
Der zweifache Olympiasieger, der seit Beginn dieses Jahres für das deutsche Team Red Bull-Bora-hansgrohe fährt, visiert bei Lüttich–Bastogne–Lüttich seinen dritten Triumph an. Bereits in den Jahren 2022 und 2023 konnte er diesen prestigeträchtigen Klassiker für sich entscheiden. Evenepoel selbst hatte zuvor erklärt, dass Paris–Roubaix zwar nicht auf seinem Programm stehe, er der Idee aber nicht grundsätzlich abgeneigt sei. „Ich lasse die Tür offen, aber ich glaube, andere haben sie bereits geschlossen“, so der Belgier in einer früheren Aussage.
Diese Entscheidung unterstreicht die strategische Ausrichtung des Teams, die Priorität auf bewährte Ziele setzt. Evenepoels Leistung bei der Flandern-Rundfahrt hat zwar gezeigt, dass er auch auf anspruchsvollen Strecken wie denen in Flandern konkurrenzfähig ist, doch für Paris-Roubaix soll noch mehr Erfahrung gesammelt werden. Die Planung sieht vor, dass der Kopfsteinpflaster-Klassiker erst in Zukunft ins Visier genommen wird, wenn alle Voraussetzungen optimal sind.
Für die Radsportwelt bedeutet dies, dass ein spannendes Duell bei Paris-Roubaix ohne einen der aktuell stärksten Fahrer stattfinden wird. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Evenepoels Auftritt in den Ardennen, wo er seine Dominanz unter Beweis stellen möchte. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Fokussierung die richtige Entscheidung war und ob der Belgier seinen dritten Sieg in Lüttich–Bastogne–Lüttich einfahren kann.



