Selenskyj schlägt Waffenruhe für Energieanlagen vor – Angriffe auf Kraftwerke und Raffinerien gehen weiter
Selenskyj schlägt Waffenruhe für Energieanlagen vor

Ukrainischer Präsident schlägt begrenzte Waffenruhe für Energieinfrastruktur vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland einen Vorschlag für eine auf Energieanlagen beschränkte Waffenruhe unterbreitet. In seiner abendlichen Videoansprache am Montag erklärte Selenskyj: »Wenn Russland bereit ist, nicht mehr unseren Energiesektor anzugreifen, sind wir bereit, das Gleiche zu tun.« Der Vorschlag sei mithilfe von US-Vermittlern an Moskau übermittelt worden.

Gegenseitige Angriffe auf Energieinfrastruktur halten an

Im seit mehr als vier Jahren andauernden Ukrainekrieg attackieren beide Konfliktparteien regelmäßig die Energieinfrastruktur des jeweils anderen Landes. Während russische Angriffe auf ukrainische Kraftwerke und Umspannwerke zu weitreichenden Stromausfällen und ausgefallenen Heizsystemen führen, zielen ukrainische Drohnenangriffe gezielt auf russische Raffinerien und Ölterminals, um Moskaus Finanzierungsquellen zu treffen.

Bereits zuvor hatte die Ukraine auf eine Feuerpause rund um das christlich-orthodoxe Osterfest gedrängt, das in beiden Ländern am 12. April begangen wird. Der Kreml erklärte jedoch, keine »klar formulierten« Vorschläge erhalten zu haben.

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Jüngster ukrainischer Angriff auf russisches Erdölterminal

Am Ostermontag griffen ukrainische Drohnen ein bedeutendes russisches Erdölterminal am Schwarzen Meer an. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Angriff auf den Terminal des internationalen Caspian Pipeline Consortium (CPC) im Hafen von Noworossijsk. Dabei wurden sowohl die Pipeline an einer Anlegestelle als auch das Terminal selbst beschädigt. Vier Tanks für Erdölprodukte gerieten in Brand.

Die CPC-Pipeline transportiert etwa ein Prozent der weltweiten Erdöllieferungen und ist für 80 Prozent der kasachischen Exporte verantwortlich. Zu den Anteilseignern gehören die US-Erdölkonzerne Chevron und ExxonMobil. Die ukrainische Armee bestätigte den Angriff auf einen Terminal im Hafen von Noworossijsk, ohne jedoch CPC explizit zu nennen, und meldete »direkte Einschläge auf das Ziel und ein großflächiges Feuer«.

Strategische Bedeutung der Energieangriffe

Die Ukraine hat den CPC-Terminal bereits mehrfach ins Visier genommen. Diese Angriffe haben angesichts der Beteiligung amerikanischer Konzerne an der Pipeline für Verstimmungen im US-Außenministerium gesorgt. Kiew verfolgt mit den Attacken auf russische Energieinfrastruktur das strategische Ziel, Moskaus Finanzierungsquellen für den Krieg auszutrocknen.

Gleichzeitig leiden Millionen Ukrainer unter den Folgen der russischen Angriffe auf ihre Energieversorgung. Die gegenseitige Eskalation zeigt, wie sehr der Konflikt die zivile Infrastruktur beider Länder in Mitleidenschaft zieht und die humanitäre Situation verschärft.

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