Golfregion im Raketenhagel: Iran setzt Angriffe fort - Öltanker vor Dubai getroffen
Iran setzt Angriffe auf Golfstaaten fort - Öltanker getroffen

Golfregion im Raketenhagel: Iran setzt Angriffe trotz US-israelischer Offensive fort

Der Iran setzt auch mehr als vier Wochen nach Beginn der massiven amerikanisch-israelischen Angriffe seine Gegenoffensive unvermindert fort. In der Nacht wurden erneut mehrere Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen beschossen. Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten Angriffe auf ihr Territorium.

Öltanker vor Dubai in Flammen

Im Persischen Golf wurde zudem ein schwerwiegender Vorfall gemeldet: Vor der Küste von Dubai wurde ein riesiger kuwaitischer Öltanker getroffen. Nach Angaben der Kuwait Petroleum Corporation, die über die staatliche Nachrichtenagentur Kuna verbreitet wurden, brach an Bord des Tankers ein Feuer aus. Die Behörden in Dubai benötigten mehrere Stunden, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Verletzte wurden glücklicherweise nicht gemeldet.

US-Drohung und diplomatische Spannungen

US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich unterdessen zu der angespannten Lage in der Region. Er zeigte sich überzeugt, dass die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird - „so oder anders“. Entweder werde sich der Iran bereiterklären, sich an internationales Recht zu halten und die Meerenge nicht länger zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. „Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist“.

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Rubio ließ keinen Zweifel an den Konsequenzen, sollte der Iran die Blockade aufrechterhalten: Teheran drohten „wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt“. Der US-Außenminister äußerte sich jedoch nicht näher dazu, was genau mit „dafür sorgen“ gemeint sei.

Strategische Bedeutung der Straße von Hormus

Die Lage im Persischen Golf hat globale Auswirkungen:

  • Im Persischen Golf liegen wichtige Häfen und Verladestationen für den globalen Handel mit Öl und Gas
  • Schiffe transportieren ihre Fracht über die strategisch wichtige Straße von Hormus in den Golf von Oman und weiter auf den Weltmarkt
  • Durch die iranischen Angriffe und Drohungen ist die Schifffahrt durch die Meerenge nahezu zum Erliegen gekommen
  • Die faktische Blockade bremst die globale Energieversorgung aus
  • Die Preise für Rohöl und Flüssiggas sind seither deutlich gestiegen

Iran zeigt sich unbeeindruckt

Der Iran zeigt sich weiterhin von den internationalen Drohungen unbeeindruckt. Außenminister Abbas Araghtschi schrieb in der Nacht auf der Plattform X, es sei für Saudi-Arabien „höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen“. Das Königreich wurde in der Nacht nach Angaben des Verteidigungsministeriums in kurzen Abständen erneut von ballistischen Raketen angegriffen, die jedoch abgewehrt worden seien.

Auch Kuwait meldete wieder Beschuss durch Raketen und Drohnen. Im Golfstaat Bahrain heulten erneut die Sirenen, was auf weitere Angriffe hindeutet.

Internationale Zusammenarbeit und militärische Aufrüstung

Mehrere Golfstaaten zeigen Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Ukraine im Verteidigungsbereich. Nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gibt es bereits Vereinbarungen mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Die Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion verteidigt, bietet seit Beginn des Iran-Kriegs Staaten der Region Hilfe bei der Drohnenabwehr an.

Unterdessen sind Medienberichten zufolge weitere hunderte Mitglieder von US-Spezialeinheiten im Nahen Osten eingetroffen. Darunter befinden sich Navy Seals, eine Eliteeinheit der US-Marine, wie die „New York Times“ und der Sender CBS News berichten. Sie schließen sich Tausenden Marineinfanteristen und Fallschirmjägern an.

Militärische Optionen und diplomatisches Tauziehen

Damit habe US-Präsident Donald Trump weitere militärische Optionen zur Verfügung, hieß es in den Berichten. Dazu zählen:

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  1. Eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus
  2. Eine Einnahme der für Irans Ölexport wichtigen Insel Charg
  3. Eine Bergung von Irans hochangereichertem Uran

Solche Einsätze wären komplex und für US-Soldaten mit deutlich höherem Risiko verbunden als die bisherigen Luftangriffe. Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs. Trump drängt Teheran öffentlich zu einer diplomatischen Lösung des von den USA und Israel begonnenen Krieges - spart aber gleichzeitig auch nicht mit Drohungen einer weiteren militärischen Eskalation.

Die Situation in der Golfregion bleibt somit äußerst angespannt, mit direkten Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und die internationale Sicherheitsarchitektur.