Warnstreik legt Flugbetrieb am BER komplett lahm - Zehntausende Passagiere betroffen
Warnstreik legt BER lahm - Zehntausende Passagiere betroffen

Warnstreik legt Flugbetrieb am Berliner Flughafen BER komplett lahm

Ein umfassender Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat am Mittwoch den gesamten Passagierflugverkehr am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) zum vollständigen Erliegen gebracht. Der Arbeitskampf begann pünktlich um 6.00 Uhr morgens und wird voraussichtlich den gesamten Tag andauern, was zu massiven Beeinträchtigungen für Zehntausende Reisende führt.

Massive Auswirkungen auf den Flugverkehr

Insgesamt sind 445 geplante Abflüge und Landungen von dem Streik betroffen, wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mitteilte. Rund 57.000 Passagiere müssen sich auf erhebliche Reisebehinderungen einstellen. Zahlreiche Flüge wurden bereits im Vorfeld gestrichen, und die Fluggäste werden dringend aufgefordert, sich direkt bei ihren Fluggesellschaften über alternative Reiseoptionen und mögliche Umbuchungen zu informieren.

Hintergrund: Verhandlungen über Tarifverträge

Der Warnstreik findet im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Flughafengesellschaft FBB statt. In der zweiten Verhandlungsrunde der vergangenen Woche hatte die Arbeitgeberseite zwar ein erstes Angebot vorgelegt, doch aus Gewerkschaftssicht reichen die vorgeschlagenen Konditionen bei weitem nicht aus.

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Verdi vertritt die Interessen von etwa 2.000 Beschäftigten der Flughafengesellschaft und fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat für jede Entgeltgruppe beziehungsweise Stufe. Zusätzlich strebt die Gewerkschaft die Einführung eines weiteren freien Tages speziell für Gewerkschaftsmitglieder an. Die vorgesehene Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Kritik von der Flughafengesellschaft

Die Flughafengesellschaft FBB kritisierte den Warnstreik scharf und bezeichnete ihn als unverhältnismäßig. FBB-Chefin Aletta von Massenbach betonte in einer Stellungnahme, dass der Arbeitskampf „gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage“ besonders problematisch sei. Gleichzeitig verwies sie auf den für den 25. März angesetzten nächsten Verhandlungstermin und äußerte die Hoffnung, dass dort eine Einigung erzielt werden könne.

Die aktuelle Situation verdeutlicht die anhaltenden Spannungen im Tarifkonflikt und die erheblichen Auswirkungen, die Arbeitskämpfe im kritischen Infrastrukturbereich wie dem Luftverkehr haben können. Reisende müssen sich weiterhin auf Unwägbarkeiten einstellen, bis eine Lösung zwischen den Verhandlungsparteien gefunden wird.

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