Winterliches Chaos: Schnee und Glätte führen zu zahlreichen Unfällen in Deutschland
In der Nacht auf Rosenmontag kehrte der Winter mit voller Wucht zurück und brachte Schnee, Regen und gefährliche Glätte nach Deutschland. Diese winterlichen Bedingungen sorgten am frühen Montagmorgen für eine Reihe von Unfällen auf den Straßen und Gehwegen, die teils schwere Verletzungen und erhebliche Verkehrsbehinderungen verursachten. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert bis zu 15 Zentimeter Neuschnee in Staulagen und warnt vor anhaltender Glättegefahr.
Schneefall und Glätte: Wetterdienst warnt vor winterlichen Gefahren
Bis in den Nordosten Deutschlands gibt es vorankommenden Schneefall, während im Westen und Südwesten des Landes der Schnee in den Niederungen in Regen übergeht. In Staulagen könnten sich bis zu 15 Zentimeter Neuschnee ansammeln, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Zudem besteht eine erhebliche Glättegefahr, insbesondere im Südosten und später von der Nordsee bis nach Sachsen, wo Regen fällt, der teilweise gefriert. In den Hochlagen der Mittelgebirge sind sogar kräftige Schauer oder Gewitter mit bis zu fünf Zentimeter Neuschnee in kurzer Zeit möglich. Die Temperaturen liegen am frühen Morgen, mit Ausnahme der westlichen und südwestlichen Niederungen, zwischen minus 4 und 0 Grad, im Nordosten sogar bei minus 5 bis minus 9 Grad. Tagsüber wird östlich der Elbe Dauerfrost bei minus 4 bis 0 Grad erwartet.
Verkehrschaos: Sperrungen und Unfälle durch winterliche Bedingungen
Die winterlichen Bedingungen führten zu zahlreichen Verkehrsunfällen und Sperrungen in vielen Bundesländern. Eine der verkehrsreichsten Rheinbrücken, die Leverkusener Rheinbrücke der A1, wurde komplett für den Verkehr gesperrt, nachdem herabfallende Eisstücke und Unfälle gefährliche Situationen verursachten. Ein Polizeisprecher betonte, dass weitere gefährliche Vorfälle nicht ausgeschlossen werden können, und die Dauer der Vollsperrung ist noch unklar. Bei den Unfällen kam es zu Sachschäden.
In Nordrhein-Westfalen musste eine Spur der Autobahn 45 nahe Lüdenscheid nach einem schweren Verkehrsunfall vorübergehend gesperrt werden. Ein Transporter kippte auf der A45 zur Seite und blieb auf der zugeschneiten Fahrbahn liegen, wobei der Fahrer schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Auf der A1 geriet ein Lastwagen bei Glätte ins Rutschen, stellte sich quer und prallte gegen die Mittelleitplanke, was zu einer Vollsperrung in Fahrtrichtung Osnabrück zwischen Bremen-Arsten und Brinkum führte.
Schwere Unfälle mit Verletzten in Bayern und Rheinland-Pfalz
In Bayern kam ein Laster auf der A8 in Richtung München nahe Irschenberg bei Schneeglätte von der Fahrbahn ab und rutschte die Böschung hinab. Dabei verlor er fast seine gesamte Ladung: 18.000 der 20.000 Liter flüssiger Kalk sickerten in den Boden, wie die Polizei mitteilte. In Rheinland-Pfalz wurden zwei Menschen bei einem Unfall schwer verletzt, als ein 45-Jähriger mit seinem Auto wohl wegen zu hoher Geschwindigkeit von der schneebedeckten Straße abkam und sich das Auto überschlug. Der Fahrer und seine 42-jährige Beifahrerin erlitten schwere Verletzungen.
Ebenfalls in Rheinland-Pfalz blockierte ein Lkw die B327 in Richtung Thalfang für mehrere Stunden, nachdem er auf der schneeglatten Straße abgekommen war und mit dem vorderen Teil im Straßengraben stecken blieb. Die Woche startet in Norddeutschland mit Dauerfrost, leichtem Schneefall und teilweise glatten Straßen, was weiterhin für herausfordernde Verkehrsbedingungen sorgt.



