Zingler verteidigt Stadionausbau: Alte Försterei wird modernisiert
Zingler: Alte Försterei wird für Bundesliga umgebaut

Union-Präsident Dirk Zingler (61) hat am Montagmorgen im Berliner Abgeordnetenhaus Klartext gesprochen: Das Stadion An der Alten Försterei ist weiterhin nicht bundesligatauglich. Mit nur 3617 Sitzplätzen bei insgesamt 22.021 Plätzen, mangelnder Infrastruktur und schlechten Anreisemöglichkeiten spielt der Klub seit Jahren nur mit Sondergenehmigung. Doch der große Umbau soll kommen: Für die Saison 2028/29 soll der 1. FC Union auf der neuen Anlage auflaufen.

Zweistufiger Ausbau geplant

Der Stadionneubau wird direkt für 40.500 Zuschauer ausgelegt, doch zunächst darf Union nur mit 34.500 Plätzen starten. Grund dafür ist die unzureichende Verkehrsanbindung rund um die Alte Försterei. Erst wenn Infrastruktur und Gutachten nachziehen, soll die volle Kapazität freigegeben werden. Geplant sind zudem neue Funktionsgebäude, ein Klubhaus anstelle der bisherigen Containerlösungen sowie zusätzliche Gastroflächen. Ein Park- und Buskonzept mit Shuttles soll den Individualverkehr reduzieren.

Verkehrsstreit im Abgeordnetenhaus

Beim Thema Verkehrsanbindung wurde es politisch. Eine große Straßenbahnlösung scheiterte bislang an Kosten und Abstimmungen. Die Abgeordnete Lisa Knack (CDU) kritisierte: „Ich frage mich, was seit 2018 schiefgelaufen ist. Weil ich ehrlicherweise den Busshuttle für schwachsinnig halte. Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird.“ Zingler verteidigte den Ansatz: „Wir haben keine infrastrukturelle Anforderung, die 365 Tage im Jahr benötigt wird. Wir haben 20 bis 30 Veranstaltungen, davon sind etwa zehn an einem kritischen Freitagabend, die tatsächlich zu störenden Veranstaltungen führen.“ Deshalb müsse alles „in einer Verhältnismäßigkeit stattfinden“.

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Aus dem Bezirk kommt Rückenwind. Köpenicks Bürgermeister Oliver Igel (48) sagte: „Mit der Inbetriebnahme des Regionalbahnhofs Köpenick haben Fans darüber hinaus noch mal eine deutlich bessere Anbindung.“ Damit werde ein Teil des Verkehrs schon abgefedert.

Standorttreue trotz Herausforderungen

Am Standort selbst gibt es für den Klub keine Diskussion, obwohl auch das im Ausschuss Thema war. Hintergrund: Das Stadion gilt trotz Ausbauplänen als vergleichsweise klein für die Bundesliga, gleichzeitig sind Lage und Infrastruktur schwierig. Ein Umzug oder Neubau an anderer Stelle stand deshalb immer wieder im Raum. Zingler machte jedoch unmissverständlich klar: „Wir haben nicht eine Sekunde darüber nachgedacht, diesen Standort zu verlassen.“

Temporärer Umzug ins Olympiastadion

Für den Umbau muss Union sein Stadion vorübergehend verlassen. Geplant ist der Umzug ins Olympiastadion zur Saison 2027/28. Die Umsetzung der Baupläne soll rund 15 Monate dauern. Die Rückkehr nach Köpenick ist dann für die Saison 2028/29 vorgesehen.

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