Chaos auf den Zugstrecken Richtung Mecklenburg-Vorpommern: Zwischen Hamburg und Lübeck lag die Bahnstrecke stundenlang brach, Verbindungen nach Schwerin waren nicht erreichbar. Seit dem Ausfall der Verbindung um 10 Uhr fuhren keine Züge mehr Richtung Lübeck – Pendler und Reisende aus Hamburg kamen dadurch über Stunden auch kaum noch nach Schwerin. Reisende nach Rostock waren ebenfalls betroffen und mussten nach Ahrensburg mit der U-Bahn und von dort aus mit dem Bus beziehungsweise mit Zug weiterreisen. „Zwischen Ahrensburg und Rahlstedt gab es einen Notarzteinsatz“, teilte die Deutsche Bahn auf Nordkurier-Nachfrage mit. Die Verbindungen bis 13 Uhr fielen aus. Jetzt ist die Strecke laut Bahn wieder durchgehend befahrbar.
Zugausfall: Passagiere treffen auf überforderten Schienenersatzverkehr
Gleichzeitig geriet der Schienenersatzverkehr in den Fokus. In den SEV-Bussen waren die Toiletten gesperrt, an der Steinfurther Allee in Hamburg auch. Ab der gleichnamigen U-Bahnhaltestelle war das Gleis voll mit Menschen. Die Nerven unter Reisenden lagen blank. Um 11.04 Uhr erreichten die Station in der Hansestadt unangekündigt zwei Busse Richtung Schwerin. Diese wurden von der Bahn nicht kommuniziert, viele Menschen versuchten verzweifelt, in den ersten Bus zu kommen. Später mussten die Fahrgäste zumindest nicht mehr stehen im Bus. Videoaufnahmen aus einem der SEV-Busse zeigen die angespannte Lage. Die Deutsche Bahn hat sich bisher nicht zu den Versäumnissen im Ersatzverkehr geäußert. Betroffene Reisende berichten von stundenlangen Wartezeiten und fehlenden Informationen. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs in der Region auf.


