Schweres Zugunglück nach Lawinenabgang im Schweizer Wallis
Am frühen Montagmorgen hat sich im Kanton Wallis ein schweres Zugunglück ereignet. Bei Goppenstein ist ein Regioexpress entgleist, nachdem offenbar eine Lawine auf die Bahnstrecke zwischen Frutigen und Brig niedergegangen war. Die Kantonspolizei Wallis hat einen Großeinsatz ausgelöst und geht von mehreren verletzten Personen aus.
Einsatz der Rettungskräfte und erste Informationen
Gegen 7 Uhr meldete die Kantonspolizei Wallis auf der Online-Plattform „X“ den Großeinsatz. Laut ersten Angaben befanden sich etwa 80 Passagiere in dem Zug, der um 6 Uhr in Spiez im Kanton Bern gestartet war. Ein Sprecher des Eisenbahnverkehrsunternehmens BLS AG bestätigte gegenüber der Tageszeitung „Blick“, dass eine Lawine die Ursache für das Unglück war.
Der Vorfall ereignete sich im Bereich Stockgrabe zwischen Goppenstein und Hohtenn. Wie schwer die Verletzungen der betroffenen Personen sind, ist derzeit noch unklar. Die Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Massive Beeinträchtigungen im Bahnverkehr
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) teilten mit, dass die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen der Lawine unterbrochen wurde. Der Bahnverkehr wird bis mindestens 16 Uhr massiv eingeschränkt bleiben. Pendler und Reisende müssen sich auf erhebliche Umleitungen und Verspätungen einstellen.
Ein Sprecher der SBB konnte zunächst nicht bestätigen, ob die Lawine tatsächlich der Grund für die Entgleisung war. Allerdings deuten die aktuellen Informationen stark auf diesen Zusammenhang hin.
Brisanter Hintergrund: Wiederholter Lawinenabgang
Besonders brisant ist, dass erst am Donnerstag in der Region Goppenstein eine Lawine niedergegangen war – damals allerdings ohne Verletzte. Das Bundesamt für Straßen (Astra) spricht laut dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) von einem „Extremereignis“.
Ein Sprecher des Astra sagte dem Sender, dass am Nachmittag eine drohende Lawine gezielt gesprengt werden sollte. Diese Maßnahme konnte das erneute Unglück offenbar nicht verhindern.
Aktuelle Lage und weitere Entwicklungen
Die Einsatzkräfte vor Ort arbeiten unter schwierigen Bedingungen. Starke Schneefälle, wie sie auf Webcam-Aufnahmen aus dem Wallis zu sehen sind, erschweren die Rettungsarbeiten zusätzlich. Die Kantonspolizei Wallis koordiniert den Einsatz und wird weitere Informationen zur Verletztenzahl und zum genauen Hergang des Unglücks bekannt geben.
Die Region Wallis ist bekannt für ihre alpinen Bedingungen und wiederkehrende Lawinengefahr. Dennoch stellt dieses Zugunglück ein außergewöhnliches Ereignis dar, das die Sicherheit des Bahnverkehrs in schneereichen Gebieten erneut in den Fokus rückt.



