Gatersleben/MZ. – Mit ihrem Buch „Glücksorte in Halle“ hat sich die in der Saale-Stadt aufgewachsene Autorin Steffi Memmert-Lunau in den Buchhandlungen Sachsen-Anhalts einen Namen gemacht. Nun präsentiert sie in Gatersleben ein fast noch druckfrisches Werk: „Birken. Ein Portrait“ aus der renommierten Reihe „Naturkunden“. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 7. Mai, um 19:30 Uhr in der Wissenschaftlichen Bibliothek des Leibniz-Instituts statt. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis, wobei zehn Euro empfohlen werden.
Die Birke als Lebensbaum
Für Memmert-Lunau ist die Birke mit ihrer unverwechselbaren weiß-silbernen Rinde ihr persönlicher Lebensbaum. Sie beschreibt das Gehölz als „strahlend, fruchtbar, jugendlich“. In ihrem Vortrag beleuchtet sie nicht nur den ökologischen Wert des Baumes, der als Pionierpflanze kahle Flächen wieder aufforsten kann und sogar als Waldretter gilt, sondern auch seine Fähigkeit, Brände abzuwehren. Die Autorin widmet sich zudem den Bräuchen und Riten, die mit der Birke verbunden sind. Früher wurde sie in Dörfern mit Bändern geschmückt als Maibäumchen vor die Häuser der Liebsten gestellt. Birkenzweige sollen zudem vor bösen Geistern schützen. Erstaunlicherweise besitzt die Birke laut Memmert-Lunau die Fähigkeit, selbst in größter Dunkelheit Licht zu spenden.
Eine Reise abseits der Glücksorte
Die Gäste der von der Gesellschaft zur Förderung der Kultur in Gatersleben organisierten Lesung dürfen gespannt sein auf Steffi Memmert-Lunau, die sich diesmal abseits ihrer beliebten Glücksorte-Reiseführer bewegt. Neben dem Band über Halle hat sie auch Werke über ihre Wahlheimat veröffentlicht, darunter „Blaue Glücksorte in Berlin“, „Grüne Glücksorte in Potsdam“ und „Glücksorte auf Madeira“. Die Lesung verspricht einen tiefen Einblick in die faszinierende Welt der Birken, die zwischen Mythos und Natur eine besondere Rolle spielen.



