In Berlin-Lichtenberg sollen bis 2027 rund 1.500 neue Wohnungen entstehen, die meisten davon mit gedeckelten Mieten. Das teilte die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag anlässlich des Stapelfestes des Gebäudes mit. Ein Stapelfest ist das Pendant zum traditionellen Richtfest und wird speziell für modulare Bauweisen verwendet.
Großteil der Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden
Ein Großteil, 1.316 der 1.548 Wohnungen an der Landsberger Allee, wird mietpreis- und belegungsgebunden sein. Das bedeutet, dass die Mieten gedeckelt sind und nur bis zu einer staatlich festgelegten Grenze steigen dürfen. Zudem dürfen diese Wohnungen nur an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vergeben werden. Die Kaltmieten liegen zwischen 7 und 11,50 Euro pro Quadratmeter, wie die Gewobag mitteilte.
Einzug bereits dieses Jahr möglich
Bereits in diesem Jahr sollen erste Mieter einziehen können. „Auch mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 3.300 Euro kann sich ein 2-Personen-Haushalt eine 2-Raum-Wohnung für 860 Euro sichern“, sagte Markus Terboven aus dem Gewobag-Vorstand. Am Stapelfest nahmen Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) und der Berliner Bürgermeister Kai Wegner (CDU) teil.
Modulbauweise und Quartiersentwicklung
Gebaut wird nach der sogenannten Modulbauweise, bei der große Teile der Gebäude vorgefertigt und später auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Neben den Wohnungen sollen in dem Quartier auch eine Kita, Geschäfte, Gastronomie und Grünflächen entstehen. Rund 85 Prozent der Wohnungen werden mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung finanziert. Das Projekt wird durch Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen sowie Fördermittel von der KfW und der Europäischen Investitionsbank unterstützt, wie es von der Gewobag hieß.



