Münchner Büro-Riesen: Vier Ten Towers werden zu Wohnungen umgebaut
Ten Towers in München: Vier Türme werden zu Wohnungen

Nach jahrelangem Leerstand gibt es neue Pläne für die sogenannten Ten Towers am Leuchtenbergring in München. Vier der zehn Bürohochhäuser sollen zu Wohnungen umgebaut werden. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf den Eigentümer, die Firma Art-Invest Real Estate.

Wohnraum für München

Die Umwandlung von Büro- in Wohnraum ist in München ein zentrales Thema. Die Stadt leidet unter einem akuten Wohnungsmangel. Die Ten Towers, die in den 1970er Jahren erbaut wurden, stehen seit 2019 weitgehend leer. Nun soll ein Teil der Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Details zum Umbau

Geplant ist, dass die vier Türme in der Mitte des Ensembles zu reinen Wohngebäuden umgebaut werden. Die äußeren sechs Türme sollen weiterhin als Büros dienen. Insgesamt könnten so rund 300 bis 400 Wohnungen entstehen, die sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen umfassen sollen. Die Architektur der Türme soll dabei erhalten bleiben, die Fassaden jedoch modernisiert werden.

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Die Stadt München begrüßt die Pläne. Das Planungsreferat hat bereits signalisiert, dass eine Umnutzung baurechtlich möglich ist. Allerdings müssen noch detaillierte Bauanträge eingereicht und geprüft werden. Ein Zeitplan steht noch nicht fest, der Umbau könnte aber in den nächsten Jahren beginnen.

Herausforderungen und Chancen

Der Umbau von Büro- in Wohngebäude ist technisch anspruchsvoll. Die Grundrisse müssen angepasst, die Gebäudetechnik erneuert und Schallschutzmaßnahmen ergriffen werden. Zudem müssen die neuen Wohnungen den aktuellen energetischen Standards entsprechen. Die Kosten für den Umbau werden auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Für den Münchner Wohnungsmarkt wäre das Projekt ein wichtiges Signal. Die Stadt benötigt dringend neuen Wohnraum, insbesondere im mittleren Preissegment. Die Ten Towers liegen verkehrsgünstig am Leuchtenbergring, in der Nähe des Ostbahnhofs und der S-Bahn.

Reaktionen aus der Politik

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zeigte sich erfreut über die Pläne. Es sei gut, dass der Eigentümer eine Lösung für den langjährigen Leerstand gefunden habe. Auch die Grünen im Stadtrat lobten die Initiative, forderten aber zugleich, dass ein Teil der Wohnungen als Sozialwohnungen ausgewiesen werden müsse.

Die CSU betonte, dass solche Projekte dringend notwendig seien, um die Wohnungsnot zu lindern. Man werde den Prozess konstruktiv begleiten. Die Linke kritisierte hingegen, dass der Umbau zu langsam vorankomme und die Stadt selbst mehr Wohnungen bauen müsse.

Ausblick

Ob die Pläne tatsächlich realisiert werden, hängt von mehreren Faktoren ab: der Wirtschaftlichkeit, den Baugenehmigungen und der Finanzierung. Der Eigentümer zeigt sich zuversichtlich, dass der Umbau gelingen wird. Die Münchner können gespannt sein, ob aus den einstigen Büro-Riesen bald Wohnhochhäuser werden.

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