Universitaetsklinikum Halle startet Spezialambulanz für Tropenmedizin und Infektiologie
Das Universitätsklinikum Halle erweitert sein medizinisches Angebot mit einer neuartigen Spezialambulanz für Infektiologie und Tropenmedizin. Ab dem 27. April 2026 können sich Patienten mit komplexen oder unklaren Infektionserkrankungen in der Universitätsmedizin Halle ambulant untersuchen und behandeln lassen. Diese Einrichtung stellt eine wichtige Ergänzung im Gesundheitswesen Sachsen-Anhalts dar und bietet eine wohnortnahe, hochspezialisierte Versorgung auf universitärem Niveau.
Breites Behandlungsspektrum für verschiedene Infektionskrankheiten
Die neue Ambulanz richtet sich an ein vielfältiges Patientenspektrum. Besonders angesprochen sind Reiserückkehrer, die nach Fernreisen unter Symptomen wie Fieber oder Durchfallerkrankungen leiden. Darüber hinaus bietet die Einrichtung Unterstützung für Menschen mit langwierigen oder schwer zu diagnostizierenden Infektionen, die oft eine besondere Herausforderung für die medizinische Versorgung darstellen.
Zu den behandelten Erkrankungen gehören:
- Verdachtsfälle auf Malaria und andere tropische Infektionskrankheiten
- Sexuell übertragbare Krankheiten inklusive HIV-Beratung
- Komplizierte Verläufe bakterieller und viraler Infektionen
- Seltene, aus dem Ausland eingeschleppte Infektionserreger
Interdisziplinäre Zusammenarbeit auf höchstem Niveau
Laut Stefan Moritz, dem Leiter der Klinischen Infektiologie am Universitätsklinikum Halle, ist bei unklaren oder langwierigen Infektionserkrankungen eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung. „Diese können wir hier auf universitärem Niveau anbieten“, betont Moritz. Die neue Ambulanz baut dabei auf bestehenden Angeboten der Universitätsmedizin auf, darunter eine HIV-Schwerpunktsprechstunde und reisemedizinische Beratungen.
Unterstützung für niedergelassene Ärzte und einzigartiges Angebot in Sachsen-Anhalt
Ein besonderer Fokus der neuen Einrichtung liegt auf der Unterstützung niedergelassener Ärztinnen und Ärzte. Diese erhalten künftig fachliche Beratung bei Fragen zu Infektionsrisiken oder zur sogenannten Postexpositionsprophylaxe nach möglichen Ansteckungen. Nach Angaben der Universitätsmedizin handelt es sich bei diesem umfassenden Angebot um eine bislang einmalige Einrichtung in ganz Sachsen-Anhalt, die die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig verbessern wird.
Die Tropenmedizin-Ambulanz stellt somit eine wichtige Anlaufstelle für Patienten dar, die nach Fernreisen erkrankt sind oder unter komplexen Infektionsverläufen leiden. Durch die Kombination von wohnortnaher Versorgung und universitärem Fachwissen schließt die Einrichtung eine Lücke im Gesundheitsangebot und bietet Patienten in Sachsen-Anhalt eine spezialisierte Anlaufstelle für infektiologische Fragestellungen.



