Schockfund in Frankreich: Vater sperrte Sohn ein Jahr lang in Lieferwagen ein
Vater sperrte Sohn ein Jahr in Lieferwagen ein

Schockierende Entdeckung in französischem Innenhof

Ein aufmerksamer Anwohner in Mülhausen, einer Stadt nahe der deutschen Grenze, wurde durch ungewöhnliche Geräusche aus einem verschlossenen Lieferwagen auf einem Innenhof aufmerksam. Besorgt alarmierte er umgehend die Polizei, die am Montag, dem 10. April 2026, eine entsetzliche Entdeckung machte. Die Beamten fanden im Inneren des Fahrzeugs einen neunjährigen Jungen vor, der nackt, in Embryonalstellung und mit einer Decke bedeckt auf einem Müllhaufen lag, in unmittelbarer Nähe zu Exkrementen.

Kind war schwer unterernährt und bewegungsunfähig

Der Junge wirkte blass und war deutlich unterernährt. Aufgrund der langen Zeit in sitzender Position konnte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht mehr laufen. Sofort nach der Befreiung wurde er in ein Krankenhaus in Mülhausen gebracht. Ermittlungen ergaben, dass der Junge bereits Ende 2024 plötzlich nicht mehr zur Schule ging. Die Familie hatte damals mitgeteilt, dass er anders unterrichtet werden würde. Nachbarn gaben an, ihn seit dieser Zeit nicht mehr gesehen zu haben.

Vater gesteht einjährige Gefangenschaft

Der 43-jährige Vater aus Hagenbach im Elsass gestand den Behörden, dass er seinen eigenen Sohn bereits vor mehr als einem Jahr in den Lieferwagen eingesperrt hatte. Der Junge musste seine Notdurft in Plastikflaschen und Müllsäcke verrichten. Der Vater lebte mit seiner 37-jährigen Lebensgefährtin zusammen, die zwei Töchter (10 und 12 Jahre) aus einer früheren Beziehung mitbrachte. Absurd erklärte der Mann, er habe seinen Sohn vor seiner neuen Partnerin schützen wollen, die den Jungen in eine Psychiatrie einweisen lassen wollte. Nur für einige Tage im letzten Sommer, als seine Partnerin mit den Mädchen im Urlaub war, holte er das Kind ins Haus.

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Anklage und weitere Ermittlungen

Der Vater wurde laut der französischen Zeitung „Le Dauphiné“ unter anderem wegen Entführung und Freiheitsberaubung von Minderjährigen angeklagt. Auch gegen seine Lebensgefährtin wurde Anklage erhoben, unter anderem wegen unterlassener Hilfeleistung. Sie bestreitet, von dem Jungen im Fahrzeug gewusst zu haben, räumt aber ein, einen Verdacht gehabt zu haben. Die Kinder sollen zunächst in einem Heim untergebracht werden. Dieser schockierende Fall wirft ernste Fragen zum Schutz von Kindern und zur Verantwortung von Eltern auf.

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