Promi lässt sich Grübchen operieren: Münchner Beauty-Doc warnt vor Methode und Risiken
Es ist ein neuer Trend, der viele Menschen verwundert und gleichzeitig fasziniert. Immer mehr Personen lassen sich beim Schönheits-Doktor künstliche Lach-Grübchen an den Wangen modellieren. TV-Star Brenda Brinkmann zeigt öffentlich das Nachher-Ergebnis, während eine renommierte Münchner Ärztin eindringlich vor den damit verbundenen Risiken warnt.
Beauty-OP: Reality-Star sorgt mit Grübchen-Trend für Diskussionen
Plötzlich sind zwei kleine Löcher in ihren Wangen zu sehen. Die Reality-Bekanntheit Brenda Brinkmann, die durch Auftritte bei Formaten wie "Temptation Island VIP", "Villa der Versuchung" und "Too Hot to Handle" bekannt wurde, sorgt aktuell für erheblichen Wirbel. Der TV-Star machte öffentlich, dass er sich Grübchen beim Schönheits-Doktor operieren ließ. Doch wie gefährlich ist dieser Eingriff wirklich? Die AZ hat bei einer bekannten Münchner Fachärztin nachgefragt, um Licht in die Angelegenheit zu bringen.
"Ich sehe aktuell einen klaren Trend", sagt Dr. Luise Berger, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie aus München, gegenüber der AZ. Vor allem durch Social Media würden immer mehr Menschen gezielt kleine Makel zu Schönheitsmerkmalen erklären. Grübchen gelten als natürlich, sympathisch und jugendlich. Genau diese Mischung mache sie für viele so attraktiv, betont Dr. Berger.
Dr. Luise Berger: So entstehen künstliche Grübchen beim Beauty-Doc
Der Eingriff selbst wirkt auf den ersten Blick harmlos, doch tatsächlich handelt es sich um eine kleine Operation. Die sogenannte Dimpleplastik wird laut Dr. Berger unter lokaler Betäubung durchgeführt: "Über die Mundschleimhaut wird eine kleine Naht gesetzt, die die Haut von innen mit dem darunterliegenden Muskel verbindet. Diese Verbindung sorgt dafür, dass sich die Haut beim Lächeln nach innen zieht. So entsteht das charakteristische Grübchen." Die Operation im Gesicht dauere etwa 20 bis 30 Minuten und erfordert präzises medizinisches Können.
Risiken werden oft unterschätzt
Besonders kritisch sieht die Medizinerin, dass viele den Eingriff als harmlosen Beauty-Trick wahrnehmen. "Risiken sind Infektionen, Schwellungen, Blutergüsse und Asymmetrien", erklärt Dr. Luise Berger der AZ. "Häufig unterschätzt wird ein unnatürlich wirkendes Ergebnis oder Grübchen, die auch in Ruhephasen sichtbar bleiben." Gerade im Gesicht könne schon eine kleine Veränderung das gesamte Erscheinungsbild beeinflussen. Was auf Fotos zunächst attraktiv wirkt, könne im Alltag schnell künstlich und unpassend aussehen.
Grübchen entstehen bei Eingriff: Rückgängig machen ist schwierig
Wer glaubt, man könne den Eingriff bei Nichtgefallen einfach wieder rückgängig machen, irrt sich gewaltig. "Die Grübchen sind grundsätzlich dauerhaft", sagt Dr. Berger der AZ. Eine Entfernung sei zwar möglich, aber deutlich aufwendiger und nicht immer komplett vorhersehbar in ihren Ergebnissen. Der Rat der Plastischen und Ästhetischen Chirurgin lautet: Wer über einen solchen Eingriff nachdenkt, sollte sich umfassend informieren und sich bewusst sein, dass es sich nicht nur um einen kurzfristigen Beauty-Trend handelt, sondern um eine Entscheidung, die das eigene Gesicht dauerhaft verändert.



