Plötzlich Bauch statt Taille, obwohl Sie nicht mehr essen? In den Wechseljahren kann sich der eigene Körper wie ein Gegner anfühlen. Viele Frauen leiden unter dem sogenannten Hormonbauch, der trotz vermeintlich richtiger Ernährung entsteht. Die Ärztin Dr. Viktoria Schelle erklärt, wie die Hormone Östrogen, Insulin, Leptin und Cortisol zusammenwirken und warum genau dadurch der typische Hormonbauch entsteht – mit Folgen nicht nur für die Figur, sondern auch für Herz, Stoffwechsel und Gehirn.
Die hormonelle Ursache des Hormonbauchs
In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was zu einer Umverteilung des Fettgewebes führt. Statt an Hüften und Oberschenkeln lagert sich Fett vermehrt im Bauchbereich an. Gleichzeitig steigt die Insulinresistenz, wodurch der Körper mehr Insulin produziert und die Fettverbrennung gehemmt wird. Auch das Stresshormon Cortisol spielt eine Rolle: Es fördert die Einlagerung von Bauchfett und wird in den Wechseljahren oft vermehrt ausgeschüttet.
Gesundheitliche Risiken des Hormonbauchs
Das gefährliche Bauchfett, auch viszerales Fett genannt, umhüllt die inneren Organe und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und sogar Demenz. Es ist daher wichtig, gezielt gegen den Hormonbauch vorzugehen.
Konkrete Schritte gegen den Hormonbauch
Dr. Viktoria Schelle empfiehlt eine Kombination aus angepasster Ernährung, Bewegung und Stressmanagement. Dazu gehören:
- Ernährung: Setzen Sie auf eiweißreiche Kost, gesunde Fette und komplexe Kohlenhydrate. Vermeiden Sie Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel.
- Bewegung: Krafttraining ist besonders effektiv, da es den Muskelaufbau fördert und den Stoffwechsel ankurbelt. Auch Ausdauersport wie Walking oder Radfahren hilft.
- Stressabbau: Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation senken den Cortisolspiegel und reduzieren die Fetteinlagerung.
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