LUP-Kliniken: Spezialisierung sichert Zukunft der Krankenhäuser in Crivitz, Hagenow und Ludwigslust
LUP-Kliniken: Spezialisierung sichert Zukunft der Häuser

LUP-Kliniken setzen auf medizinische Spezialisierung für zukunftsfähige Versorgung

Die Zukunft der Krankenhäuser in Crivitz, Hagenow und Ludwigslust ist gesichert, erfordert jedoch eine grundlegende Neuausrichtung. Geschäftsführer Alexander M. Gross betont, dass das „Krankenhaus am See“ in Crivitz als Teil der LUP-Kliniken erhalten bleibt, aber Veränderungen unumgänglich sind. Das am 15. April 2026 in Kraft tretende Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) macht eine Spezialisierung der drei Standorte notwendig, um sowohl qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten als auch wirtschaftliche Tragfähigkeit im ländlichen Raum zu erreichen.

Notaufnahme in Crivitz wird geschlossen – Fokus auf Innere Medizin

Matthias Endler, Ärztlicher Direktor der LUP-Kliniken, erklärt, dass die Häuser nur überlebensfähig bleiben, wenn sie sich medizinisch spezialisieren. In Crivitz wird daher künftig auf eine Notaufnahme verzichtet, da die neuen gesetzlichen Anforderungen an Räume, technische Geräte und Personal praktisch nicht umsetzbar sind. Zudem sind die Patientenzahlen in der Notaufnahme seit Jahren rückläufig, da Notärzte und Rettungskräfte oft Schwerin vorziehen, wo umfangreichere diagnostische Möglichkeiten bestehen.

Stattdessen rückt Crivitz die Innere Medizin in den Mittelpunkt und widmet sich verstärkt den medizinischen Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft. Die Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und anderer innerer Organe erfordert spezialisierte Fachärzte sowie technisches und pflegerisches Personal, das auf die spezifischen Anforderungen der Patienten vorbereitet ist. Dieser Bereich soll gezielt ausgebaut werden, um Nicht-Notfall-Patienten eine exzellente Versorgung zu garantieren.

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Spezialisierung der Standorte: Hagenow und Ludwigslust mit klaren Profilen

Die drei LUP-Kliniken entwickeln unter dem gemeinsamen Dach unterschiedliche medizinische Schwerpunkte:

  • Hagenow konzentriert sich auf Geburtshilfe, Frauenheilkunde und Orthopädie.
  • Ludwigslust bündelt die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Crivitz fokussiert sich auf Innere Medizin und Altersmedizin.

In allen Häusern bleiben notwendige Diagnostik sowie chirurgische und andere medizinische Eingriffe erhalten. Diese Spezialisierung wird als Chance für die Patienten im Landkreis Ludwigslust-Parchim gesehen, da sie eine gezieltere und qualitativ hochwertigere Versorgung ermöglicht.

Mitarbeiterperspektiven und regionale Einbindung

Für die Mitarbeiter der LUP-Kliniken ergeben sich neue Möglichkeiten: Sie können entweder an ihrem bisherigen Standort bleiben oder in anderen Bereichen des Klinikverbunds tätig werden, was gegebenenfalls einen Wechsel nach Hagenow oder Ludwigslust bedeuten kann. Siegfried Hornburg, der neu im Management tätige Krankenhausmanager, begleitet die Umstellungen und lädt sowohl Mitarbeiter als auch Bürger der Region ein, sich bei Fragen zur Zukunft der Häuser an ihn zu wenden. Sein Büro befindet sich in Crivitz, um den Dialog mit der Bevölkerung zu fördern.

Die Anpassungen an das KHAG sind somit nicht nur eine gesetzliche Notwendigkeit, sondern auch eine strategische Weichenstellung, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum langfristig zu sichern und zu verbessern.

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