Pflege-Schock: Heimbewohner müssen tiefer in die Tasche greifen
Pflege-Schock: Heimbewohner zahlen bald mehr

Die Pflege im Heim wird immer teurer – und jetzt droht der nächste Kostenschub. Gesundheitsministerin Nina Warken will mit einer Reform die Milliardenlücke in der Pflegeversicherung schließen, doch ihre Pläne bedeuten für Heimbewohner: Es könnte noch teurer werden!

Was plant die Ministerin?

Warken schlägt vor, die Eigenanteile der Pflegebedürftigen zu erhöhen. Konkret sollen die sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteile steigen. Das betrifft vor allem Menschen, die in Pflegeheimen leben. Die Reform zielt darauf ab, die Finanzierungslücke von mehreren Milliarden Euro zu schließen, die durch steigende Pflegekosten und eine alternde Gesellschaft entsteht.

Welche Kosten kommen auf Betroffene zu?

Nach aktuellen Berechnungen könnten die monatlichen Eigenanteile für Heimbewohner um bis zu 200 Euro steigen. Für viele Familien ist das eine enorme Belastung. „Das ist keine Reform, das ist eine reine Kostenverschiebung zu Lasten der Pflegebedürftigen“, kritisiert Josef Forster, Vorsitzender des Pflegebeirats. Angelika Hellemann vom Verband der Pflegekassen hingegen betont, dass die Reform notwendig sei, um die Pflegeversicherung langfristig zu stabilisieren.

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Wer ist besonders betroffen?

Besonders hart trifft es Menschen mit mittleren Einkommen. Während Bezieher von Sozialhilfe entlastet werden sollen, müssen andere tiefer in die Tasche greifen. Konstantinos Mitsis, Pflegeexperte, warnt: „Viele werden sich die Pflege bald nicht mehr leisten können.“ Die Reform sieht zudem vor, dass die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen könnten – ein weiterer Kostenfaktor für alle Versicherten.

Was sagt die Politik?

Daniel Böcking, gesundheitspolitischer Sprecher der Opposition, bezeichnet die Pläne als „unsozial“. Er fordert eine umfassende Reform, die auch die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert. Die Bundesregierung hingegen verteidigt die Pläne: Ohne die Reform sei die Pflegeversicherung in wenigen Jahren zahlungsunfähig.

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Die Diskussion um die Pflegereform wird in den kommenden Wochen den Bundestag beschäftigen. Klar ist: Für viele Heimbewohner und ihre Familien wird die Pflege noch teurer – und die Frage „Und wie soll ich das bezahlen?“ bleibt unbeantwortet.

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