Rückruf: Asbest in magischem Kindersand entdeckt - Krebsgefahr durch Spielzeug
Asbest in magischem Kindersand - Rückruf wegen Krebsgefahr

Gefährlicher Spielsand: Asbest in magischem Kindersand entdeckt

Ein als „magischer Sand“ oder „Space Sand“ beworbenes Spielzeug für Kinder steht im Mittelpunkt einer ernsthaften Rückrufaktion. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass in dem Produkt Asbestfasern enthalten sein können – ein Material, das in Deutschland seit 1993 verboten ist und schwere Krebserkrankungen auslösen kann.

Betroffenes Produkt und Rückrufdetails

Die moses.Verlag GmbH aus Kempen in Nordrhein-Westfalen informiert über den Rückruf ihres Produkts „PänoMINT Magischer Sand“ in den Farben grün, blau, pink und lila. Die offizielle Rückrufaktion bezieht sich zunächst auf die Schweiz, wo Behörden Asbest nachgewiesen haben. Nach aktuellen Informationen können jedoch auch besorgte Eltern in Deutschland die betroffenen Produkte zurückgeben.

Eine Unternehmenssprecherin erklärte: „Im Zuge der Untersuchungen zu Asbest in Spielsand haben wir unser Produkt proaktiv ausführlich testen lassen. In unseren Tests konnten bisher keine Asbestfasern nachgewiesen werden, lediglich bei späteren Tests konnte nun in einer bestimmten Charge eine sehr geringe Menge nachgewiesen werden.“

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Entsorgung und Rückgabe

Von der Verwendung des magischen Sandes wird dringend abgeraten. Betroffene Produkte sollten entweder im Recyclinghof fachgerecht entsorgt oder in den Verkaufsstellen abgegeben werden. Sollte der Sand bereits geöffnet sein, kann er befeuchtet und in einen verschließbaren Beutel gegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet.

Betroffene Produkte sind an folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • Artikelnummer: 30347
  • EAN: 4033477303479

Gesundheitsgefahren durch Asbest

Asbest galt jahrzehntelang als extrem hitzebeständig und unverwüstlich, wurde jedoch 1993 in Deutschland verboten. Die mikroskopisch kleinen Fasern können eingeatmet werden und dringen tief in die Lunge ein, wo sie sich festsetzen. Der Körper kann sie nicht abbauen, was zu tödlichen Krankheiten wie Asbestose oder Lungenkrebs führen kann.

Weitere Fälle von Asbest in Spielzeug

Dies ist nicht der erste Fall von Asbest in Kinderspielzeug. Bereits im Februar wurden in den Niederlanden in Spielsand aus China Asbestfasern entdeckt. Auch in verschiedenen Spielzeugartikeln, insbesondere in sandgefüllten, dehnbaren Spielfiguren sowie in Spiel- und Bastelsand, wurden bereits Asbestfasern nachgewiesen, was zu mehreren Rückrufaktionen führte.

Die aktuellen Funde unterstreichen die Notwendigkeit strengerer Kontrollen bei der Herstellung und dem Import von Kinderspielzeug, insbesondere wenn es sich um sandbasierte Produkte handelt.

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