Neue Studie: Tattoos können schwere Augenentzündungen verursachen
Rund ein Viertel der Deutschen trägt mindestens ein Tattoo auf der Haut. Eine aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass bei bis zu sechs Prozent dieser Personen Entzündungen als Folge von Infektionen durch die Tätowierung auftreten. Diese Infektionen können nicht nur die Haut, sondern auch andere Organe betreffen, was zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen kann.
Seltene, aber gefährliche Augenentzündungen
Zu einer schwerwiegenden Entzündung des Auges kommt es zwar selten, doch Forscher warnen vor einer weltweiten Zunahme solcher Fälle. Die Augenentzündung, auch als Uveitis bekannt, kann durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden, die während des Tätowierprozesses in den Körper gelangen. Wenn diese Erreger in den Blutkreislauf eindringen, können sie sich im Auge ansiedeln und dort Entzündungen verursachen.
Die Symptome einer solchen Augenentzündung umfassen:
- Rötung und Schmerzen im Auge
- Verschwommenes Sehen oder Lichtempfindlichkeit
- Möglicherweise Kopfschmerzen und Übelkeit
In schweren Fällen kann eine unbehandelte Augenentzündung zu dauerhaften Sehschäden oder sogar Erblindung führen. Daher ist es entscheidend, bei ersten Anzeichen sofort einen Arzt aufzusuchen.
Wie die Infektionen entstehen und was zu tun ist
Die Infektionen werden oft durch unhygienische Bedingungen in Tattoostudios verursacht, wie nicht sterile Nadeln oder kontaminierte Tinten. Auch eine unzureichende Nachsorge durch den Tätowierten kann das Risiko erhöhen. Um Komplikationen zu vermeiden, sollten Tattoo-Interessierte auf zertifizierte Studios mit hohen Hygienestandards achten und die Anweisungen zur Wundpflege genau befolgen.
Forscher betonen, dass trotz der Seltenheit solcher Fälle die steigende Popularität von Tattoos zu mehr Infektionen führen könnte. Sie raten zu erhöhter Vorsicht und regelmäßigen Kontrollen bei bestehenden Tattoos.



