Als Baumpflegerin kürzt Julita Conrad Äste in 20 Meter Höhe. Hier erzählt sie, wie schnell der Job gefährlich werden kann – und wie sie damit ohne klassische Ausbildung bis zu 5000 Euro im Monat verdient. Aufgezeichnet von Jana Kopp.
Der Traumjob: Baumpflegerin
Julita Conrad hat einen ungewöhnlichen Beruf gewählt: Sie ist Baumpflegerin. Täglich klettert sie auf Bäume, um Äste zu schneiden und die Gesundheit der Bäume zu überprüfen. „Auf Bäume klettern – damit sein Geld zu verdienen, ist doch absurd“, sagt sie lachend. Doch für sie ist es der perfekte Job. Sie liebt die Arbeit in der Höhe und die Nähe zur Natur.
Ohne klassische Ausbildung zum Erfolg
Conrad hat keine klassische Ausbildung als Baumpflegerin absolviert. Stattdessen hat sie sich die nötigen Fähigkeiten selbst beigebracht und durch praktische Erfahrung erlernt. „Ich habe viel von erfahrenen Kollegen gelernt und mich ständig weitergebildet“, erklärt sie. Heute verdient sie mit ihrem Beruf bis zu 5000 Euro im Monat – ein Gehalt, das viele mit einer klassischen Ausbildung nicht erreichen.
Die Gefahren des Jobs
Der Beruf der Baumpflegerin ist nicht ohne Risiken. Conrad arbeitet oft in Höhen von über 20 Metern. „Ich muss hundert Prozent bei der Sache sein, sonst wird es gefährlich“, betont sie. Ein falscher Schritt oder ein nachgebender Ast können schwerwiegende Folgen haben. Deshalb ist Sicherheit ihr oberstes Gebot. Sie trägt stets einen Helm, Sicherheitsgurte und andere Schutzausrüstung.
Trotz der Gefahren liebt Conrad ihren Job. „Die Aussicht von oben ist atemberaubend und ich kann direkt etwas für die Umwelt tun“, sagt sie. Die Arbeit als Baumpflegerin erfordert nicht nur körperliche Fitness, sondern auch ein gutes Verständnis für die Biologie der Bäume. Conrad muss erkennen, welche Äste krank sind und entfernt werden müssen, um den Baum zu schützen.
Ein Job mit Zukunft
Baumpfleger sind gefragt wie nie. In Zeiten des Klimawandels und zunehmender Urbanisierung werden Fachleute benötigt, die Bäume pflegen und erhalten. Conrad sieht gute Berufsaussichten: „Viele Städte investieren in ihr Grün, und qualifizierte Baumpfleger werden händeringend gesucht.“ Sie rührt Interessierten, den Beruf zu ergreifen, auch ohne formale Ausbildung. „Mit Leidenschaft und Engagement kann man viel erreichen“, so Conrad.
Ihr Tipp für Einsteiger: „Sucht euch einen erfahrenen Mentor und sammelt praktische Erfahrung. Theorie ist wichtig, aber die Praxis lernt man nur auf dem Baum.“ Conrad selbst bildet sich regelmäßig weiter, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Sie besucht Seminare zu Baumbiologie, Sicherheitstechnik und Klettertechniken.
Fazit
Julita Conrad hat bewiesen, dass man auch ohne klassische Ausbildung einen erfüllenden und gut bezahlten Beruf finden kann. Ihr Job als Baumpflegerin ist anspruchsvoll, aber auch lohnend. Mit bis zu 5000 Euro im Monat verdient sie mehr als viele Akademiker. Doch für sie steht nicht das Geld im Vordergrund, sondern die Leidenschaft für die Arbeit in der Höhe und die Natur.



