ZDF-Dokumentation 'Die Queen und ich' enthüllt private Einblicke in Elizabeths II. Leben
Doku 'Die Queen und ich' zeigt privates Leben von Elizabeth II.

Neue Dokumentation enthüllt private Seiten der britischen Monarchin

Am 21. April wäre Queen Elizabeth II. 100 Jahre alt geworden. Das ZDF würdigt dieses historische Datum mit einer besonderen Dokumentation, die tiefe Einblicke in das Leben der verstorbenen Monarchin gewährt. Unter dem Titel „Die Queen und ich“ versammelt die Produktion persönliche Erinnerungen früherer Vertrauter und Weggefährten, die ein intimes Porträt der britischen Königin zeichnen.

Persönliche Erinnerungen und ungewöhnliche Anekdoten

Die Dokumentation, die bereits im ZDF-Streaming-Portal und in der Arte-Mediathek verfügbar ist und am 21. April im Fernsehen ausgestrahlt wird, offenbart überraschende Details. „Ihr rechter Fuß klebte auf dem Gaspedal“, berichtet der frühere Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, über die leidenschaftliche Autofahrerin Elizabeth II. Diese persönliche Note steht exemplarisch für den Zugang der 45-minütigen Produktion, die bewusst auf Distanz und formale Repräsentation verzichtet.

Filmautorin Julia Melchior spannt einen Bogen von der Krönung der Monarchin bis zu ihren letzten Lebensstunden. Besonders viel Raum erhält dabei der königliche Alltag, der bei Elizabeth II. erstaunlich bodenständig gewesen sein soll. Langjährige Mitarbeiter betonen ihre Bescheidenheit und Menschlichkeit.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die private Frau hinter der öffentlichen Königin

Biograf und Historiker Hugo Vickers beschreibt das Phänomen Elizabeth II. mit den Worten: „Es habe stets zwei Personen gegeben, die Königin und die Frau, die Königin ist.“ Diese Dualität wird in der Dokumentation durch zahlreiche Beispiele illustriert:

  • Ihre Liebe zu Hunden und Pferden, die laut Privatsekretärin Samantha Cohen einen zentralen Platz in ihrem Leben einnahmen
  • Die Vorliebe für Fernsehen, wobei sie sogar Pferderennen aufzeichnen ließ, um sie am Abend sehen zu können
  • Die besondere Bedeutung ihrer Handtaschen, über deren mutmaßlich versteckten Code die Dokumentation Aufklärung verspricht

Die ehemalige Privatsekretärin Samantha Cohen beschreibt die Arbeitskultur der Queen als ausgesprochen kooperativ und betont: „Sie war eine sehr kooperative Chefin - lustig, sie Chefin zu nennen.“ Trotz etwa 300 jährlichen Terminen habe Elizabeth II. eine bemerkenswerte Work-Life-Balance gepflegt.

Vermächtnis einer Jahrhundertmonarchin

Gut dreieinhalb Jahre nach dem Tod der Monarchin am 8. September 2022 im schottischen Balmoral Castle lässt die Dokumentation Fans der britischen Royals in Erinnerungen schwelgen. Die Produktion konzentriert sich bewusst auf die positive Würdigung und behandelt weder Kontroversen noch grundsätzliche Kritik an der Monarchie.

John Warren, Rennzuchtberater und Freund der Königin, sowie weitere Vertraute schildern, wie sehr es Elizabeth II. darum ging, dass sich Besucher in ihrer Gegenwart wohlfühlten. Ihre Corgi-Hunde dienten dabei als „fantastische Ablenkung für aufgeregte Gäste“.

Die Dokumentation endet mit dem prägnanten Satz: „Die Welt kennt viele Königinnen, aber nur eine Queen“ - eine Hommage an die Einzigartigkeit der Monarchin, die über sieben Jahrzehnte hinweg die britische Geschichte prägte und deren 100. Geburtstag nun mit diesen persönlichen Einblicken gewürdigt wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration