Flugbegleiterstreik bei Lufthansa legt Flughäfen Hannover und Bremen lahm
Seit Mitternacht befinden sich die Flugbegleiter der Lufthansa im Ausstand – mit erheblichen Konsequenzen für zahlreiche Reisende. Der Arbeitskampf hat insbesondere die Flughäfen in Hannover und Bremen getroffen, wo zahlreiche Verbindungen gestrichen wurden.
Massive Flugausfälle in Niedersachsen und Bremen
Am Flughafen Hannover sind jeweils neun Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie München ausgefallen. Zusätzlich wurden ein Start und eine Landung von Eurowings-Maschinen auf der Route nach Rom gestrichen. Dieser Ausfall ist auf einen parallel stattfindenden Fluglotsenstreik in Italien zurückzuführen.
In Bremen sind die Auswirkungen noch gravierender: Hier fallen jeweils zehn Starts und Landungen von und nach Frankfurt und München aus. Die Flughafenbetreiber raten betroffenen Passagieren dringend, sich direkt an die Lufthansa zu wenden, um aktuelle Informationen zu erhalten.
Dritter großer Arbeitskampf in diesem Jahr
Rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter haben sich dem Streikaufruf angeschlossen und lassen ihre Arbeit von Mitternacht bis 22.00 Uhr ruhen. Es handelt sich bereits um den dritten großen Ausstand bei Deutschlands größter Fluggesellschaft in diesem Jahr, nachdem zuvor bereits zwei Runden mit Pilotenstreiks stattfanden.
Die Lufthansa hat zwar Gegenmaßnahmen angekündigt, musste jedoch bereits im Vorfeld Hunderte Flüge streichen. Von dem Streik betroffen sind nicht nur die Kernmarke Lufthansa, sondern auch die Regionaltochter Lufthansa Cityline.
Hintergründe des Tarifkonflikts
Offiziell werden nur die Starts in Deutschland an den Drehkreuzen München und Frankfurt sowie an zahlreichen anderen Flughäfen bestreikt. Da jedoch in der Folge die Maschinen an ausländischen Zielen fehlen, dürften auch zahlreiche Rückflüge von Osterurlaubern zunächst ausfallen.
Im Zentrum des Konflikts stehen die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa. Nach Angaben der Kabinengewerkschaft Ufo geht es zudem um die fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln.
Die Flughäfen Hannover und Bremen betonen, dass andere Fluggesellschaften an ihren Standorten nicht von dem Streik betroffen sind. Für die betroffenen Passagiere bedeutet der Arbeitskampf jedoch erhebliche Umplanungen und Unsicherheiten während der Reisesaison.



