Markus Mörl: Bei 3,10 Euro Benzinpreis vergeht mir der Spaß am Autofahren
Markus Mörl: 3,10 Euro Benzinpreis killt den Spaß

Markus Mörl: Der Spaß am Autofahren schwindet bei hohen Benzinpreisen

Der Sänger Markus Mörl (66) wurde vor 44 Jahren mit seinem Megahit „Ich will Spaß“ berühmt. Das Lied, das die grenzenlose Freiheit des Autofahrens feiert, ist heute noch ein Partyklassiker. Doch eine damals ironisch gemeinte Textzeile hat sich inzwischen zu einer schmerzhaften Realität entwickelt.

Von drei Mark zehn zu drei Euro zehn: Eine bittere Prophezeiung

In seinem Hit singt Markus Mörl: „Und kost’ Benzin auch drei Mark zehn, scheißegal, es wird schon geh’n.“ Damals, im Jahr 1982, war ein Benzinpreis von 3,10 Mark pro Liter absolut utopisch und rein humoristisch gedacht. Heute bewegen sich die Spritpreise in Deutschland tatsächlich auf diesem Niveau – allerdings in Euro. Umgerechnet entspricht das etwa sechs Mark, was die Situation noch drastischer macht.

Markus Mörl äußert sich gegenüber der Presse deutlich: „Ich hätte nie gedacht, dass der Liter Benzin einmal die Schallmauer von 3,10 Euro durchbrechen könnte. Heute ist die Strophe leider bittere Realität geworden. Und bei 3,10 Euro vergeht auch mir der Spaß!“

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Vielfahrer leiden unter explodierenden Tankkosten

Als passionierter Autofahrer und Vielfahrer spürt Markus Mörl die hohen Spritpreise besonders stark. Gemeinsam mit seiner Frau Yvonne legt er jedes Wochenende bis zu 2000 Kilometer mit ihrer Mercedes V-Klasse zurück, um zu Auftritten zu gelangen. „Früher habe ich zwischendurch immer mal für 50 Euro getankt, jetzt zahle ich für eine volle Tankfüllung 200 Euro“, berichtet der Sänger.

Selbst seine Band stöhnt unter den finanziellen Belastungen. Markus Mörl hat bereits überlegt, ob er für alle Mitglieder ein Deutschlandticket kaufen soll. „Sonst spielen wir Konzerte bald nur noch für unsere Fahrtkosten“, erklärt er besorgt. In den frühen 1980er Jahren lag der Benzinpreis bei rund 80 Pfennig pro Liter. Wenn der Preis damals auf 1,10 Mark stieg, spielten Radiostationen aus Protest bereits seinen Hit. Vielleicht, so hofft er, würde das heute auch helfen.

Kein Tempolimit, aber dringend niedrigere Preise gefordert

Ein generelles Tempolimit lehnt Markus Mörl ab. Er möchte als Autofahrer weiterhin die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, ob er langsam oder schnell fahren möchte. „Nur eines ist klar: Die Spritpreise müssen schnellstens wieder sinken. Sonst hört der Spaß beim Autofahren wirklich bald auf“, betont er nachdrücklich.

Der Sänger, der in den 1980er Jahren als einer der bekanntesten Vertreter der Neuen Deutschen Welle galt, erinnert sich an eine weitere Textzeile aus seinem Hit: „Der Tankwart ist mein bester Freund. Hui, wenn ich komm’, wie der sich freut.“ Heute ist diese Zeile für viele Autofahrer eher ein ironischer Kommentar zu den aktuellen Tankrechnungen.

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