Iranischer Regisseur Panahi kämpft gegen Haftstrafe vor Gericht
Panahi kämpft gegen Haftstrafe vor Gericht

Der renommierte iranische Filmemacher Jafar Panahi will einem Bericht zufolge seine Haftstrafe nach der Rückkehr in die Heimat juristisch anfechten. Am Mittwoch wird der Fall vor einem Revolutionsgericht in der Hauptstadt Teheran neu verhandelt, wie das iranische Onlineportal Emtedad berichtete. Panahi war Anfang April mitten im Krieg in den Iran zurückgekehrt.

Urteil in Abwesenheit gefällt

Ein Revolutionsgericht hatte den 65-Jährigen im Dezember vergangenen Jahres in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt. Zudem erhielt er ein zweijähriges Reiseverbot sowie ein Verbot, politischen oder sozialen Organisationen beizutreten.

Frühere Inhaftierung und Berufsverbote

Panahi war von Juli 2022 bis Februar 2023 im Iran inhaftiert. Seit Jahren unterliegt er Einschränkungen bei beruflicher Tätigkeit und Reisen. Die Anklage lautete auf „Propaganda gegen das System“. Als Beweis führte das Gericht vor allem Panahis jüngsten, heimlich gedrehten Film „Ein einfacher Unfall“ an.

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Erfolg in Cannes

Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes. Er wurde außerdem für die Golden Globes und die Oscars in diesem Jahr nominiert. In dem fiktiven Drama trifft ein ehemaliger Gefängnisinsasse durch einen Autounfall auf seinen mutmaßlichen Peiniger. Er entführt ihn und führt den Gekidnappten anderen früheren Häftlingen vor. Der Film handelt von Rachegelüsten und Fragen nach Gerechtigkeit.

Panahi war von Juli 2022 bis Februar 2023 im Iran inhaftiert. Seit Jahren unterliegt er Einschränkungen bei beruflicher Tätigkeit und Reisen. Die erneute Verhandlung vor dem Revolutionsgericht könnte über seine Zukunft entscheiden.

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