Wittenberger Fotoprojekt „Gesichter gegen Rechts“: Bürger zeigen Haltung
Wittenberger Fotoprojekt: Gesichter gegen Rechts

Wittenberger Fotoprojekt „Gesichter gegen Rechts“: Bürger zeigen Haltung

In der Lutherstadt Wittenberg entsteht derzeit ein bemerkenswertes Fotoprojekt mit dem Titel „Gesichter gegen Rechts“. Die Fotografin Anne Manke porträtiert Bürgerinnen und Bürger, die öffentlich ihre Ablehnung gegenüber rechtspopulistischen Tendenzen zum Ausdruck bringen wollen. Das Projekt gewinnt besondere Aktualität, da die AfD erst kürzlich ihr als „Regierungsprogramm“ bezeichnetes Wahlprogramm verabschiedet hat.

Gesicht zeigen in der Kleinstadt

Johanna Preibisch steht mit ihrer kleinen Tochter im Wittenberger Stadtlabor, um sich für das Fotoprojekt anzumelden. Sie hat ihrer Tochter genau erklärt, warum sie teilnimmt. „Gerade in einer Kleinstadt ist es wirklich wichtig, Gesicht zu zeigen“, betont Preibisch. Für sie bedeutet das konkret: Gesicht gegen Rechts, insbesondere gegen die AfD, deren jüngst veröffentlichtes Programm sie kritisch sieht.

Die Fotografin Anne Manke hat bereits zahlreiche Porträts angefertigt, darunter auch von der Direktkandidatin der Grünen, Beatrice Lindhorst, die im Stadtwohnzimmer abgelichtet wurde. Manke erklärt ihr Anliegen: „Mit diesen Bildern möchte ich ein sichtbares Zeichen setzen und zeigen, dass es in unserer Stadt viele Menschen gibt, die für Demokratie und Toleranz einstehen.“

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Motivation der Teilnehmer

Die Protagonisten des Projekts haben unterschiedliche Hintergründe, aber ein gemeinsames Ziel: Position zu beziehen. Viele von ihnen betonen, dass es in der aktuellen politischen Situation notwendig ist, Haltung zu zeigen. Ein Teilnehmer, der namentlich nicht genannt werden möchte, sagt: „Ich möchte nicht tatenlos zusehen, wie demokratische Werte ausgehöhlt werden. Dieses Projekt gibt mir die Möglichkeit, meinen Standpunkt visuell auszudrücken.“

Das Stadtlabor in Wittenberg dient als zentraler Anlaufpunkt für Interessierte. Hier können sich Bürger anmelden und über ihre Beweggründe sprechen. Die Resonanz ist laut Organisatoren überwältigend. „Wir haben mit einer gewissen Beteiligung gerechnet, aber das große Interesse übertrifft unsere Erwartungen“, so eine Mitarbeiterin des Labors.

Politische Dimension des Projekts

Das Fotoprojekt fällt in eine politisch sensible Zeit. Mit der anstehenden Bundestagswahl und dem Rechtsruck in Teilen der Gesellschaft gewinnt die Initiative an Bedeutung. Anne Manke sieht ihre Arbeit nicht nur als künstlerisches, sondern auch als politisches Statement. „Kunst kann und sollte gesellschaftliche Diskurse anstoßen. Mit diesen Porträts möchte ich dazu beitragen, dass Menschen ins Gespräch kommen und sich mit kritischen Themen auseinandersetzen.“

Die ausgestellten Bilder sollen später in einer öffentlichen Ausstellung gezeigt werden, um die Botschaft über Wittenberg hinaus zu tragen. Geplant sind auch Diskussionsrunden und Veranstaltungen, bei denen die porträtierten Personen von ihren Erfahrungen berichten können.

Fazit: Das Fotoprojekt „Gesichter gegen Rechts“ in Wittenberg entwickelt sich zu einer bedeutenden lokalen Initiative gegen den Rechtsruck. Durch die Porträts von Anne Manke erhalten Bürger eine Plattform, um ihre demokratische Haltung sichtbar zu machen. In einer Zeit, in der politische Polarisierung zunimmt, setzt das Projekt ein wichtiges Zeichen für Zivilcourage und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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