Die aktuelle Staffel von „Let’s Dance“ geht in die entscheidende Phase. In der neunten Liveshow musste Tokio-Hotel-Schlagzeuger Gustav Schäfer (37) die Show verlassen. Nun meldet sich ein ehemaliger Profitänzer der Sendung zu Wort und übt scharfe Kritik – sowohl an der Jury als auch an Schäfers Darbietung.
Christian Polanc: „Schäfer war der Schwächste“
Christian Polanc (48) gehörte von 2007 bis 2023 zum festen Ensemble von „Let’s Dance“. Anfang 2024 gab er seinen Ausstieg bekannt, kehrte aber 2025 für die Profi-Challenge zurück. In seinem Podcast „Let’s Talk by Christian Polanc“ analysiert er regelmäßig die aktuellen Shows. Zur neunten Ausgabe sagt er über Gustav Schäfer: „Für mich war er an dem Abend der Schwächste. […] Es war auch okay, dass er ausgeschieden ist.“
Kritik an Jury-Punkten
Obwohl Polanc das Ausscheiden für gerechtfertigt hält, kann er die Bewertung der Jury nicht nachvollziehen. Neben Schäfer standen Sportler Joel Mattli und Rapper Milano in der Gefahrenzone. Polanc bemängelt: „Ich fand’s irgendwie witzig, dass es bei der Jury gar nicht diese Abstufungen gab. Also da waren Gustav und Joel und Malika punktgleich, keine Ahnung. Das hab ich nicht gesehen.“ Beide Paare erhielten für ihren „Magic Moment“ 24 Punkte, was Polanc für ungerecht hält – Mattli und seine Partnerin Malika Dzumaev hätten seiner Meinung nach deutlich mehr verdient.
„Es ist kein Musical“: Polanc kritisiert Inszenierung
Besonders deutlich wird Polanc bei der Kritik an der Choreografie von Schäfers „Magic Moment“. Der Tokio-Hotel-Star verarbeitete darin seine Kinderwunschreise und die Geburt seiner Tochter Lotti. Dabei kam auch Sergiu Maruster, der Ehemann von Schäfers Tanzpartnerin Anastasia Maruster, als Arzt verkleidet auf die Bühne. Polanc findet diese Inszenierung übertrieben: „Wir machen immer noch einen Tanzwettbewerb, es geht immer noch ums Tanzen. Es ist kein Musical.“ Der Profitänzer ist kein Fan davon, „wenn man manche Dinge zu plakativ darstellt“. Die emotionale Geschichte sei bereits im Einspieler vor dem Tanz perfekt präsentiert worden. Die zusätzlichen Schauspieleinlagen während des Auftritts seien unnötig gewesen.
Tränenreicher Moment mit Tochter Lotti
Trotz aller Kritik zeigt sich Polanc berührt von Schäfers Geschichte. Am Ende des Tanzes kam Schäfers neunjährige Tochter Lotti auf die Bühne und tanzte mit ihrem Vater. Viele Zuschauer und auch Polanc waren von diesem „Magic Moment“ gerührt. Dennoch bleibt der Profitänzer bei seiner Meinung: Der Tanz selbst hätte im Vordergrund stehen müssen.
Gustav Schäfer musste die Show verlassen, hinterlässt aber einen unvergesslichen Auftritt. Ob die Kritik von Christian Polanc berechtigt ist, bleibt Geschmackssache. Fest steht: Die Diskussion um die Bewertung bei „Let’s Dance“ reißt nicht ab.



