Seit Jahren beweist die FDP-Politikerin Karoline Preisler (54) Mut und Zivilcourage. Sie tritt auf Demonstrationen von Israel-Gegnern gegen Antisemitismus und die Verherrlichung von Gewalttaten der Hamas auf. Am Donnerstag stellte sie sich tapfer an der Hamburger Moorweide einem Camp entgegen, das von Israel-Hassern errichtet wurde. Diese nennen ihr Zeltdorf „Bridges of Resistance“ (Brücken des Widerstands) und verbreiten von dort ihren Hass. Ausgerechnet an diesem Ort wurden während des Holocaust etwa 6000 Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma deportiert. Preisler erklärte gegenüber BILD: „Ich finde es schwierig, auf der Moorweide eine politische Gruppierung zu beherbergen, die sich im Kern gegen das Existenzrecht Israels ausspricht.“
Ein Zeichen gegen Gewalt
Preisler trug ein Schild mit der Aufschrift „Rape is no Resistance“. Damit spielte sie auf die Vergewaltigungen israelischer Frauen durch Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 an. Sie betonte: „Ja, ich stehe hier ganz alleine, aber das macht mir keine Angst, denn hinter mir steht eine ganze demokratische Gesellschaft.“ Bislang blieb es am Camp ruhig.
Hintergrund des Protests
Die FDP-Politikerin setzt sich seit langem gegen Hass und Antisemitismus ein. Ihr Alleingang auf der Moorweide soll ein starkes Signal senden. Die Moorweide ist ein historisch sensibler Ort, an dem die Deportationen während der NS-Zeit begannen. Die Israel-Gegner nutzen diesen Ort nun für ihre Zwecke, was auf scharfe Kritik stößt.
Preisler fordert ein entschlossenes Vorgehen gegen solche Camps und appelliert an die demokratische Gesellschaft, sich nicht von Hass spalten zu lassen. Ihr Einsatz zeigt, dass auch Einzelne einen Unterschied machen können.



