Vergoldete Schwanenhälse kehren nach aufwendiger Restaurierung ins Ludwigsluster Schloss zurück
Schwanenhälse kehren nach Restaurierung ins Ludwigsluster Schloss

Historische Schwanenhälse kehren nach aufwendiger Restaurierung ins Ludwigsluster Schloss zurück

Das Jahr 2026 wird mit großer Sicherheit ein Ludwigsluster Jahr. Am 30. Mai wird der Westflügel des Schlosses nach jahrelanger Sanierung feierlich wiedereröffnet. Dieser Festakt wird von vielen Interessierten in ganz Deutschland sehnsüchtig erwartet. Hinzu kommt die damit verbundene Neuordnung der Ausstellung. Für unsere Redaktion ist das Anlass genug, um ab sofort über Details und Einzelheiten aus dem Schloss und dessen Umfeld zu berichten – in enger Zusammenarbeit mit den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern (SSGK-MV).

Ein besonderes Ausstattungsdetail kehrt zurück

Dieses Mal geht es um ein faszinierendes Ausstattungsdetail: die grazilen Schwanenhälse im Appartement der Alexandrine von Preußen. Diese ganz besonderen Gardinenstangen konnten genau zugeordnet werden und sind in der neuen Ausstellung zu bewundern. Es handelt sich um ein Paar elegant geschwungene Gardinenstangen in Form graziler und vergoldeter Schwanenhälse – ein besonderes Ausstattungsdetail im Westflügel von Schloss Ludwigslust.

Hochzeit von 1822 brachte neue Ausstattung

Im Vorfeld der 1822 jubelnd gefeierten Hochzeit von Erbgroßherzog Paul Friedrich und Alexandrine von Preußen wurde das Appartement im zweiten Obergeschoss des Westflügels von Schloss Ludwigslust völlig neu ausgestattet. Kostbare Stoffe, Mahagonihölzer und wertvolle Möbel nach dem neuesten Stand des damaligen Interior Designs hielten Einzug in das Schloss.

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Die Kuratorin des Schlosses Ludwigslust, Dr. Dagmar Sommer, erklärt: „Es ist den besonderen historischen Umständen zu verdanken, dass einige der originalen Möbelstücke und Ausstattungselemente die Jahrhunderte überdauert haben und im Schloss Ludwigslust erhalten geblieben sind. Darunter befinden sich auch zwei in dieser Form nur selten überlieferte Stücke aus dem Audienzzimmer der Erbgroßherzogin.“

Ein Federkleid liegt um die Gardinenstangen

Ein Federkleid, aus einer modellierbaren Masse geformt, liegt dicht und fein ausgearbeitet um die Schwanenhälse. In der Mitte tragen sie einen vergoldeten und mit kleinen Blümchen aufwendig geschmückten Kranz. Die Kuratorin schreibt: „Solche Ausstattungselemente zeugen nicht nur von dem hohen Aufwand und den finanziellen Mitteln, die 1822 in die Modernisierung und Neuausstattung des Appartements geflossen sind. Sie zeugen auch von einem Dekorationsstil, der sich in der Zeit des Empire ab 1800 unter Napoleon von Frankreich aus in ganz Europa verbreitete.“

Zu den typischen Schmuckelementen zählten neben Löwen, Sphinxen, Schlangen, Girlanden und verschiedensten Kränzen auch die Dekoration mit Schwänen. Durch intensive Recherchen ist es gelungen, die im Bestand der SSGK erhaltenen Gardinenstangen anhand historischer Ansichten eindeutig in Alexandrines Audienzzimmer zu verorten.

Moderne Restaurierungstechniken ermöglichen Rückkehr

Ein Türdurchblick in das Zimmer zeigt die üppige Fensterdraperie, die von den vergoldeten Schwänen gehalten wird. Dank einer umfangreichen und mit Lasertechnik gestützten Restaurierung konnten diese extravaganten Ausstattungsstücke nun wieder an ihren einstigen Ort zurückkehren. Bald können Besucher sie in Alexandrines Audienzzimmer bewundern – ein faszinierendes Zeugnis historischer Handwerkskunst und fürstlicher Repräsentation.

Das Appartement fällt durch seine besondere Ausstattung auf und bietet einen einzigartigen Einblick in die höfische Kultur des frühen 19. Jahrhunderts. Die Rückkehr der Schwanenhälse markiert einen wichtigen Schritt in der Wiederbelebung dieses bedeutenden Kulturerbes.

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