Sachsen blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und wird dieses Jubiläum im Jahr 2029 mit einer großen Landesausstellung feiern. Am Schauplatz der Exposition, der historischen Albrechtsburg in Meißen, wurde nun das Feinkonzept der Schau vorgestellt. Die Ausstellung soll laut dem Ministerium für Kultur und Tourismus das Lebensgefühl der Sachsen aufgreifen und sächsische Identität und Zugehörigkeit thematisieren.
Was ist eigentlich sächsisch?
Die zentrale Frage der Ausstellung lautet: „Was ist eigentlich sächsisch?“ Sie untersucht, wie sich Sachsen im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und welche kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Einflüsse das Land geprägt haben. Dabei werden verschiedene Epochen – vom Mittelalter über die Barockzeit und die Industrialisierung bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus, der DDR und der Gegenwart – thematisch miteinander verbunden.
Symbolträchtiger Ort: Die Albrechtsburg
Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) betonte: „Wir sprechen über 1.100 Jahre sächsische Geschichte, über 1.100 Jahre Leben, Wandel, Identität – und darüber, was uns Sachsen im Innersten zusammenhält. Der Ort dafür könnte kaum symbolträchtiger sein: die Albrechtsburg in Meißen.“ Die Burg gilt als Wiege Sachsens und bietet einen historischen Rahmen für die Schau. Laut Klepsch geht es auch darum, nach vorn zu schauen und die Zukunft mitzugestalten.
Bürgerbeteiligung als Kern der Ausstellung
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Mitwirkung der Bevölkerung. „Geschichte wird nicht von historischen Persönlichkeiten gemacht, sondern von den Menschen, die mit ihren ganz persönlichen Geschichten unser Land prägen. Daher ist es uns wichtig, dass die Sachsen am Mitmachprojekt im Vorfeld der Landesausstellung mitwirken“, so die Ministerin. Die Beteiligung soll bereits in diesem Jahr beginnen.
Auf den Social-Media-Kanälen, bei Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten unterschiedlicher Art im ganzen Land können die Bürgerinnen und Bürger ihre eigenen Geschichten einbringen. „So wird bis 2029 eine große Sachsen-Erzählung entwickelt. Es entsteht eine Heimat-Erzählung, in der die Menschen mit ihren Erinnerungen, Wünschen, Träumen und Ideen selbst zu Wort kommen“, hieß es weiter.
Ein Angebot zum Mitmachen
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bezeichnete die Landesausstellung als „mehr als einen kulturellen Höhepunkt und ein Großprojekt – sie ist vor allem ein Angebot zum Mitmachen. Wir wollen die Menschen im ganzen Land einladen, ihre Sicht auf Sachsen einzubringen und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen, was uns verbindet.“ Gerade in der heutigen Zeit brauche man Orte, die Orientierung geben und unterschiedliche Perspektiven zusammenführen. „Die Landesausstellung kann genau solch ein Ort sein“, hob der Ministerpräsident hervor.



