Im strahlenden Sonnenschein hat auf Sylt ein ICE L einen feierlichen Namen erhalten. Es ist die erste Taufe eines Zuges aus der jüngsten ICE-Generation und zugleich eine Premiere für diese Fernverkehrszüge auf der Insel. Der Zug trägt künftig den Namen „Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ und pendelt zwischen Hamburg und der Nordseeinsel.
Erste ICE-Züge auf dem Sylter Bahndamm
Erstmals rollen damit ICE-Züge über den Bahndamm nach Sylt, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der ICE L ersetzt die bisher auf dieser Strecke verkehrenden Intercity-Züge. Der Zug stammt vom spanischen Hersteller Talgo und ähnelt optisch eher den IC-Fernzügen des Konzerns.
Ausstattung und Komfort
Nach Angaben der Deutschen Bahn bietet der ICE L unter anderem einen barrierefreien Einstieg, mehr Platz für Familien und einen besseren Mobilfunkempfang. Das „L“ im Namen steht für „Low Floor“, also einen niedrigen Einstieg. Der Zug fährt seit Anfang Mai zwischen Hamburg und Westerland und soll schrittweise auf weitere Verbindungen ausgeweitet werden.
Geplante Streckenerweiterungen
Am 14. Juni soll der ICE L die Direktverbindung Westerland–Berlin bedienen. Am 11. Juli folgt der Einsatz auf Verbindungen von Frankfurt am Main über Gießen sowie von Köln über Münster nach Westerland. Die schrittweise Einführung ermöglicht es der Bahn, den Betrieb zu optimieren und auf die Bedürfnisse der Fahrgäste anzupassen.
Bedeutung für den Naturschutz
Bei der Taufe betonte die Leiterin des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Franziska Junge, die Bedeutung klimafreundlicher Mobilität für den Schutz sensibler Naturräume. Die Namensgebung sei eine Würdigung des Wattenmeers, eines „Hotspots der Biodiversität“, der unter Druck stehe. Die Verbindung von moderner Bahntechnik und Umweltschutz unterstreiche das Engagement für nachhaltigen Tourismus und Verkehr.



