Neues Kultur-Netzwerk sucht Raum für kreatives Schaffen in Templin
Kultur-Netzwerk sucht Raum in Templin

Der Wunsch nach einem Bürgerhaus für die Templiner, als Ort der Begegnung, des generationsübergreifenden Austausches und der kreativen Betätigung, besteht bereits seit Längerem. Im Kulturausschuss der Stadtverordneten von Templin hat Katja Zimmermann, als Vertreterin des Projektes „Alle guten Dinge“, einen neuen Anlauf unternommen, um die Stadtverordneten für das Thema zu sensibilisieren.

Frühere Versuche und aktuelle Initiativen

Bereits im Jahr 2021 hatten fünf Ratsdamen aus der Reihe der Stadtverordneten einen Antrag eingebracht, geeignete Räumlichkeiten zu suchen. 2023 ergab eine Umfrage der Verwaltung bei 28 Vereinen jedoch nur mäßiges Interesse an einem solchen Haus. Lediglich zehn Vereine meldeten Bedarf für jeweils ein bis vier Veranstaltungen im Jahr an. Daraufhin wurde das Thema nicht weiterverfolgt.

Ziel: Vielfalt der Angebote in einem Haus bündeln

Die Projektentwicklerinnen Katja Zimmermann und Anika Lachnitt, die mehrfach für den Verein „Haus Neudorf e. V.“ tätig waren, möchten ihre vielfältigen etablierten Angebote für den ländlichen Raum stärker ins Zentrum des Mittelbereiches rücken. Für ihre Idee haben sie ein neues kulturelles Netzwerk gegründet, das aus Vereinen, Künstlern und interessierten Bürgern der Region besteht. Gemeinsam sucht man nun ein geräumiges Objekt, um die Vielfalt der Aktivitäten in einem Haus zu bündeln, wie Katja Zimmermann betonte. Dabei hofft sie auch auf Unterstützung der Stadt Templin.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Projektentwickler bringen Menschen zusammen

Über das Projekt „Alle guten Dinge“ haben Katja Zimmermann und Anika Lachnitt seit 2019 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in partizipativen Theaterstücken zusammengebracht. Diese Theaterstücke führten Menschen zusammen, die sich sonst nie getroffen hätten, erinnerten sie sich. In einem inklusiven Kunstprojekt „Übers Land – Selbstportraits“ erzählen 18 Mädchen und Frauen aus der Uckermark in einer multimedialen Wanderausstellung, die auch in der Post gezeigt wurde, über ihr Leben und ihre Träume. Beim Fest der Demokratie im Frühjahr waren sie mit eigenen Aktionen vertreten. Auch der UMTanz e. V. sucht nach einem angemessenen, festen Proben- und Kursraum.

Idee von einem „Community Art Center Templin“

Akteure aus Kultur- und Jugendarbeit sowie weitere künstlerische Initiativen in der Region unterstützen die Idee, in einem gemeinsamen, selbstverwalteten Haus – einem „Community Art Center Templin“ – eine Vielfalt kreativer Angebote abzubilden und Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, so Katja Zimmermann. Sie und Anika Lachnitt vom Projekt „Alle Guten Dinge – Community / Kunst / Bühne“ haben das Konzept für das Community Art Center Templin entwickelt und laden nun nach einem ersten Netzwerktreffen zu einer „Werkstatt der Mutigen“ am 11. Mai von 10 bis 13:30 Uhr in die Jugendvilla Templin ein.

Unterstützung von Ratsdame und Jugendbeirat

Im Kulturausschuss stellte Dr. Annekathrin Möwius fest, dass dieses Thema die Stadtverordneten bereits seit Langem beschäftigt. In der Vergangenheit sei es nicht gelungen, ein geeignetes Objekt für eine Begegnungsstätte zu finden. Der Vorsitzende des Jugendbeirates in Templin, Tyler Weidner, kommentierte das Ansinnen mit den Worten: „Und ewig grüßt das Murmeltier.“ Der anhaltende Wunsch nach einem Bürgerhaus zeige jedoch, dass Bedarf vorhanden sei. Jugendkoordinator Jacob Schnaak bewertete die Idee als „tolles generationenübergreifendes Projekt“. „Wir brauchen eine Bühne für Kinder und Jugendliche, um sie wieder in die analoge Welt zu bekommen“, sagte er. Kreative Kinder würden ganz andere Lösungen für die nötigen Veränderungen in der Welt finden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration