Ali-Mitgutsch-Platz: Münchner Wimmelbuch-König erhält eigene Fläche
Ali-Mitgutsch-Platz in München eingeweiht

München ehrt einen seiner bekanntesten Künstler: Der Wimmelbuch-Pionier Ali Mitgutsch erhält einen eigenen Platz in der Maxvorstadt. Die Stadt gab am Dienstag bekannt, dass eine bisher namenlose Grünfläche an der Ecke Barer Straße/Nordendstraße künftig den Namen Ali-Mitgutsch-Platz tragen wird.

Ein verstecktes Kleinod in der Maxvorstadt

Der neue Platz ist ein kleines, begrüntes Dreieck, das an der Mündung der Barer Straße in die Nordendstraße liegt. Wer ihn sucht, muss genau hinschauen – fast wie in Mitgutschs berühmten Wimmelbüchern. Ein paar Bäume und Bänke säumen den Bürgersteig, der zum Straßengrün ausgerichtet ist. Die Stadt bezeichnet die Fläche im typischen Amtsdeutsch als „platzähnliche Fläche“. Mit der Benennung soll die Erinnerung an den Grafiker und Illustrator lebendig gehalten werden.

Leben und Werk von Ali Mitgutsch

Alfons „Ali“ Mitgutsch, der 2022 im Alter von 86 Jahren starb, wohnte unweit des neuen Platzes. Er revolutionierte das Genre der Wimmelbücher mit seinem unverwechselbaren Stil und begeisterte Generationen von Kindern und Erwachsenen. Für seine Arbeiten erhielt er 1969 den Deutschen Jugendbuchpreis, 2003 den Schwabinger Kunstpreis und 2018 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Der Stadtrat würdigte Mitgutsch als Künstler, der „das kulturelle Leben Münchens nachhaltig geprägt“ habe.

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Die Umbenennung ist eine posthume Ehrung, die die Stadt als eine der höchsten Auszeichnungen betrachtet, die sie vergeben kann. Der neue Name soll dazu beitragen, dass die Fläche mehr Aufmerksamkeit erhält und zu einem Treffpunkt für Anwohner und Besucher wird.

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