Bares für Rares: Historische Drachenvase aus Meiji-Zeit begeistert Experten und Händler
Bares für Rares: Meiji-Drachenvase begeistert Experten

Bares für Rares: Historische Drachenvase aus Meiji-Zeit begeistert Experten und Händler

Die Sendung Bares für Rares ist seit Jahren eine feste Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Unter der charmanten Moderation von Horst Lichter werden regelmäßig skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten präsentiert. In der Ausgabe vom 26. März 2026 gab es wieder eine Vielzahl denkwürdiger Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten. Im Folgenden stellen wir das Highlight der Folge vor und geben einen Überblick über die weiteren Raritäten, die an diesem Tag versteigert wurden.

Das Highlight: Eine imposante Meiji-Vase mit Drachenmotiven

Louis aus Hannover, ein Student der Wirtschaftswissenschaften, brachte ein beeindruckendes Erbstück seines Opas mit in die Sendung. Es handelte sich um eine massive japanische Bronzevase aus der Meiji-Periode, die auf etwa 1890 datiert wird. Sein Großvater, selbst künstlerisch tätig und beruflich viel in der Welt unterwegs, hatte das außergewöhnliche Stück während seiner Arbeit in Freizeitparks erworben.

Kunstexperte Colmar Schulte-Goltz identifizierte die Vase als typisches Exportobjekt jener Zeit. Sie ist aufwendig im traditionellen Sandgussverfahren gefertigt und verfügt über ein cleveres Stecksystem, das eine vollständige Zerlegung ermöglicht. Trotz einiger oberflächlicher Kratzer und einer kleinen Beule auf der Rückseite befand sich die Vase in einem altersgemäß guten Zustand.

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Bei der Schätzung wurde es besonders spannend: Schulte-Goltz taxierte das Stück auf 2.400 bis 2.900 Euro. Er wies jedoch darauf hin, dass eine Signatur des Künstlers den Wert auf 10.000 Euro oder mehr hätte steigern können. Louis selbst hatte mit etwa 2.000 Euro gerechnet und war somit positiv überrascht.

Spannende Versteigerung im Händlerraum

Im Händlerraum entwickelte sich ein lebhaftes Bietergefecht um die riesige Drachenvase. Markus Wildhagen eröffnete mit 500 Euro, doch schnell eskalierte das Duell zwischen ihm und Christian Vechtel. Auch Julian Schmitz-Avila zeigte kurz Interesse, zog sich jedoch aufgrund logistischer Herausforderungen zurück. Am Ende setzte sich Christian Vechtel mit einem Gebot von 2.000 Euro durch und teilte sich den Kauf mit Markus Wildhagen.

Louis war überglücklich über das Ergebnis, nicht nur wegen des finanziellen Ertrags, sondern auch, weil er die wuchtige Vase nicht wieder nach Hause transportieren musste. Die Händler scherzten anschließend, dass ein bekannter Auktionator sich in den Popo beißen dürfte, da die Vase ohne Signatur verkauft wurde, aber durchaus noch mehr Potenzial besitzen könnte.

Weitere Raritäten vom 26. März 2026

Neben der spektakulären Meiji-Vase wurden in der Sendung weitere interessante Objekte präsentiert:

  • Brosche: Marie aus Hamburg und ihr Vater Fred stellten eine Brosche aus 585er Gelb- und Weißgold mit kleinen Diamanten aus den 1960er-Jahren vor. Schmuckexpertin Wendela Horz schätzte das Stück auf rund 700 Euro.
  • Baunscheidt-Lebenswecker: Peter Rudolph brachte einen historischen Baunscheidt-Lebenswecker mit, ein medizinisches Gerät aus Ebenholz, Metall und Federstahl zur Anregung der Selbstheilung. Detlev Kümmel bewertete das Exemplar mit 100 bis 150 Euro.
  • Collier: Monika und Thomas aus Berlin präsentierten ein Edna May Collier aus den 1920er-Jahren, besetzt mit Altschliffdiamanten und synthetischen Rubinkarees. Der Anhänger besteht aus Platin, die Kette aus 585er Weißgold. Wendela Horz taxierte die Rarität auf 1.200 bis 1.500 Euro.
  • Dextropur-Werbeschild: Hans aus Ulm brachte ein handgemaltes Glaswerbeschild seines Vaters mit, gefertigt in einer heute nicht mehr gebräuchlichen rückseitigen Maltechnik aus den späten 1950er- oder frühen 1960er-Jahren. Detlev Kümmel schätzte das Werbeschild auf 100 bis 120 Euro.

Ob und für wie viel Geld diese Stücke über den Händlertresen gingen, erfuhren die Zuschauer in der heutigen Folge von Bares für Rares um 15:05 Uhr im ZDF. Die Sendung bot einmal mehr eine unterhaltsame Mischung aus Geschichte, Kunst und spannenden Auktionen.

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