Freundschaftsbank für ARD-Serie 'Käthe und ich' in Waren eingeweiht
Ein Stück Fernsehgeschichte hat nun einen festen Platz in der Müritzstadt Waren gefunden. Am Montag wurde im Beisein von Stadtvertretern und Mitgliedern der Filmcrew eine Freundschaftsbank offiziell eingeweiht, die an die erfolgreiche ARD-Reihe 'Käthe und ich' erinnert. Die Bank bietet Fans der Serie einen konkreten Ort, um die Geschichten rund um die beliebten Figuren wiederzuentdecken und zu feiern.
Von Gästewünschen zur bleibenden Erinnerung
Die Idee für die Freundschaftsbank entstand im direkten Austausch mit Besuchern der Stadt. Stadtführerin Petra Hakert berichtete, dass Urlauber während der Führungen immer wieder nach Spuren der Serie fragten. „Wir sind wegen 'Käthe und ich' hier, finden aber nichts“, lauteten die Rückmeldungen der Fans. Daraufhin entschieden sich die Stadtführer, das Preisgeld des vor fast zehn Jahren erhaltenen Richard-Wossidlo-Kulturpreises in Höhe von 750 Euro in das Projekt zu investieren.
„Schon damals war klar: Wir wollen etwas schaffen, das bleibt“, erklärte Petra Hakert. Die Stadtvertreter unterstützten das Vorhaben von Anfang an und befürworteten die Umsetzung. Für Stadtführer Klaus Lambrecht ist die Bank nun weit mehr als nur ein Sitzplatz: „Ich freue mich, dass wir das Projekt so umsetzen konnten und dass viele Menschen in unseren Führungen darauf aufmerksam werden.“
Prominente Gäste bei der Einweihung
Zur offiziellen Übergabe der Bank waren auch prominente Mitglieder der Filmcrew angereist. Schauspielerin Hildegard Schrödter, die in der Serie die Rolle der Helga Winter spielt, verriet im Gespräch mit den Warener Stadtführern, dass sie bereits zu Jahresbeginn privat in der Müritzstadt zu Gast war. „Ich bin ein Waren-Fan“, sagte sie und betonte damit, dass die Region für sie auch abseits der Dreharbeiten eine besondere Bedeutung hat.
Erstes Probesitzen auf der neuen Bank nahmen Stadtführerin Petra Hakert, Schauspielerin Hildegard Schrödter und Therapiehündin Käthe – deren echte Name Hoonah lautet. Die Hündin ist die tierische Hauptdarstellerin der Serie und sorgte für herzliche Momente während der Feier.
Erfolgsrezept der ARD-Reihe
Dass aus ursprünglich nur zwei geplanten Filmen eine erfolgreiche Serie wurde, überraschte sogar die Macher selbst. Regisseur Oliver Liliensiek, der später zum Team stieß, sieht einen entscheidenden Grund im Zusammenspiel von Inhalt und Umgebung: „Die Begebenheiten stammen ja aus dem Alltag. Ich glaube, der Gegenpol, dass die Themen nicht zu schwer verdaulich sind, liegt an Käthe und der Landschaft mit den Seen. Beides harmoniert wahnsinnig gut.“
Diese Mischung aus ernsten Themen und einer fast tröstlichen Kulisse trägt die Serie – „ein Drama vor schöner Landschaft“, wie Liliensiek es formuliert. Die Geschichten behandeln alltagsrelevante Probleme, die viele Zuschauer persönlich betreffen können, werden dabei aber nicht übertrieben sentimental inszeniert.
Weitere Folgen in Planung
Producer Felix Türcke gab bei der Einweihung Hoffnung auf Nachschub für die Fans: Zwei weitere Folgen seien bereits in Planung. „Es gibt immer wieder Stoffe, die in diese Welt passen“, sagte er. Der Erfolg der Reihe liege darin, dass „alltagsrelevante Themen auf eine schöne Art verhandelt werden“.
Schauspielerin Hildegard Schrödter betonte die besondere Tiefe der Geschichten, die in der Serie aufgegriffen werden. „Ich glaube, wir sind alle dankbar, dass solche Themen behandelt werden, die uns irgendwann alle betreffen können“, erklärte sie. Gleichzeitig zieht sie bewusst eine klare Grenze zur Rolle: „Ich nehme das Problem der Figur nicht mit nach Hause.“
Abschluss mit Blick auf die Müritz
Nach der offiziellen Übergabe der Bank erlebten die Gäste den Tag ganz praktisch: Die Stadtführer luden zu einer Fahrt mit der Weißen Flotte über die Müritz ein. Damit ging es genau in die Landschaft, die inzwischen untrennbarer Teil der Serie geworden ist. Die Freundschaftsbank steht nun als bleibendes Zeichen der Verbindung zwischen Fernsehfiktion und realem Leben in Waren – ein Ort, an dem Fans die Geschichten von 'Käthe und ich' immer wieder neu entdecken können.



